Sonntag, 5. April 2015

Was machst Du eigentlich den ganzen Tag??

Fr. Brüllen ruft wieder auf zum 

WMDEDGT? 04/15 - Was machst Du eigentlich den ganzen Tag...und da ich im Moment blogfaul bin ( was nicht zuletzt daran liegt, dass das immer mit dne Bildern so ein Theater ist) hier ein Bericht ganz ohne Bilder.....


8.00 Uhr
ich krieche immer noch müde aus dem  Bett (dabei habe ich wirklich lange genug geschlafen), aber meine BEIDEN Zähne (links oben und unten) haben mich in der Nacht ein wenig gequält und dann ist der Nachtschlaf nicht ganz so erholsam. Insgeheim hoffe ich jetzt einfach, dass der obere Zahn endlich abstirbt...ansonsten muss das nächste Woche mein Lieblingszahnarzt erledigen - ich bin im Moment Ibuprofen-Großverbraucher.
Zeitgleich hüpft Lieschen voll guter Laune aus dem Bett - ist ja schließlich Ostersonntag.
Da ja Ferien sind, klimpern Lieschen und ich kurz am Ipad und der liebste Göttergatte radelt zum Bäcker, der leider zu hat. Gut, dass ich in weiser Voraussicht gestern noch ein Weißbrot gebacken habe. Der Tisch sieht unglaublich unösterlich aus, aber dieses Jahr hatte ich überhaupt keine Laune zu Osterdeko. Nur Eier haben wir gestern gefärbt (das hat richtig Laune gemacht) und Lieschen hat vorgestern mit Wachs noch getupfte Ostereierbilder produziert.

9.00 Uhr
Duschen, ein bisschen chic machen, Küche aufräumen (es ist nicht zu fassen, wie die jeden Tag aussehen kann und gegen

10.00 Uhr verschwindet der Göttergatte mit Lieschen Richtung Schwanenteich, damit der Osterhase auch seine Arbeit verrichten kann.

Ich versuche vorsichtig die beiden großen Herren zu wecken, die sicherlich bis in die Nacht am Rechner saßen und es gelingt mir sogar.
Den Masterplan, dass Fränzchen heute und morgen in die Kirche geht, um endlich sein Konfiheft voll zu bekommen, scheitert an dem Gedanken, dass der Gottesdienst am Ostersonntag UNENDLICH lange dauert und Lieschen es sicherlich nicht mehr so lange aushält, bis der große Bruder aus der Kirche zurück ist. Also keine Kirche -als Ersatz gibt es noch eine Andacht am Dienstag. Dann ist das Thema endlich erledigt.

Zum ersten Mal frage ich die beiden Großen, ob sie vielleicht mit Ostereier verstecken wollen  - au ja - und wie!!!! Auf einmal sind sie nicht mehr die Kleinen, sondern gehören zu den Erwachsenen.

Ich muss sagen - öhöm- beim Ostereierkaufen habe ich mich etwas verzettelt. Es sind Unmengen!!!! (Ich meine, das macht nichts, die werden schon gegessen......aber es war vielleicht doch etwas übertrieben....) , aber Fränzchen und Mäxchen verstecken, was das Zeug hält . Und unser neues Grundstück ist ja viel größer als früher - das macht richtig Laune. 

Gegen

11.00 Uhr wollen Fränzchen und ich Lieschen und den Göttergatten am Spielplatz abholen Da sind sie nicht. Sie waren mit dem Auto unterwegs - komisch, es ist uns bei der ganzen Ostereierversteckaktion gar nicht aufgefallen, dass das Auto weg war.

11.15 Uhr

Die ganze Meute sucht und sucht und sucht. Ein großer Schokohase ist zwischendurch verschwunden, findet sich aber wieder unter einem Berg von Eiern an.

12.00 Uhr Zwei Kinder sind glückselig. Der Eine aktiviert sein Smartphone (unter gehöriger persönlicher Zuzahlung), der andere baut Ninjago (immer mit Ostereiern im Mund). Der Dritte hat nichts bekommen - er war wunschlos glücklich. Aber das merken wir uns natürlich.

12.30 Uhr Es gibt Hühnersuppe aus dem Tiefkühlschrank. Mehr passt in die Mägen auch nicht rein.

13.00 Uhr Mittagspause - für alle ein Ritual. Der Göttergatte klimpert am Rechner und plant einen Kurzurlaub mit dem Kurzen, ich mache ein kleines Schläfchen (geht super mit der Hintergrundmelodie von die Drei ???, Fränzchen skypt und spielt Klavier, Mäxchen kämpft mit dem neuen Smartphone)

14.30 Uhr

Diverse Whatsapp-Nachrichten von Mäxchen trudeln bei mir ein und wollen beantwortet werden.
Lieschen baut schon seit einer halben Stunde wieder Lego, der Göttergatte puzzelt in Seelenruhe, ich lösche Mails in rauen Mengen, trinke Kaffee und denke über die Nachmittagsgestaltung nach.

16.00 Uhr
Genug rumgedaddelt. Ich gehe in den Garten (keiner will mit ) und entferne auf dem Nachbargrundstück Brombeergestrüpp. Das Sauzeug geht sogar durch die Rosenhandschuhe.

Anschließend beschließe ich, den großen Ahorn im Topf vorne ans Grundstück zu pflanzen.

Nach erstem Gebuddeln kommt mir eine Mulchfolie entgegen. Die will abgeschnitten werden.
In 30 cm Tiefe kommt eine komplette Folie...nach einigem Freigeschaufel schaffe ich es, mit der Schere ein Stück abzuschneiden.-
Darauf steht nur: ACHTUNG!!!!!

Uuuups - hier sollte ich nicht weitergraben. Das Projekt Ahorn ist hier gestorben - wer weiß, welche Kabel hier wieder entlang laufen. Stattdessen kommt ein minikleiner Ahorn hierhin - der wird wohl genug Platz zum Wurzeln haben.
Und morgen: Bauernhortensie da raus, Ahorn rein, Bauernhortensie woanders (weiß ich noch nicht) wieder rein. Die BesteFreundin wird helfen (hoffentlich)

19.00 Uhr Der Göttergatte geht joggen (boah - 90 Minuten - damit könnte man mich jagen), das Kindelein guckt Kiga, die Großen machen sich ein Brot, ich telefoniere mit meiner Mama (und tausche mich über die demente Oma aus...anderes Thema. .... gar nicht gut), kündige den Göttergatten und das Lieschen zum Frühstück an (die Beiden sind in einem Ferienhaus zum Spucken nahe) und beschließe, die nächste Ibu zu nehmen-- aua....hoffentlich hält der Zahn bis Mittwoch durch (oder auch nicht - Hauptsache, kein Aua)



Mittwoch, 11. März 2015

Dies und das

Eine Woche war der Haushalt ein wenig lahm gelegt - in Serie sind die Kinder krank geworden, lagen mit wenig Fieber und ansonsten symptomlos apathisch auf dem Sofa und haben sich den Sonnenuntergang angeschaut. Ein Trauerspiel - aber seit gestern sind alle wieder in der Schule.
Zeit für Frau Mama, den gleichen Virus abzuarbeiten. Möh....


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Mal wieder ist ein Freund gestorben. Er hatte die gleiche Erkrankung wie Maria. Was für ein Mist.


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Meine Oma liegt malade auf ihrem Sofa im Pflegeheim und pflegt ihre Erkältung. Der Fernseher will auch nicht so wie sie will. Das mit den Tasten hat sie MÜHSELIGST einstudiert und nun soll, da jetzt Kabel, alles wieder anders sein. Aber als sie dann behauptet hat, dass das mit dem Fernseher im Vogelsberg schon immer so eine Sache war und das dort noch nie funktioniert hat, musste ich dann mal laut lachen. Klar, die im Vogelsberg leben noch alle in der Steinzeit (obwohl....Internet haben die auf manchen Dörfern immer noch nicht, aber Fernsehen geht!)

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Das Blumenwichteln hat angefangen. 









Ich habe die Adresse meines Wichtelkindes bekommen. Es war allerdings nicht so schwer zu erraten, wer es denn nun ist :)
Macht nichts - ich hatte mit dem Basteln heute Morgen meine Freude, habe fleißig Samenhäufchen so durcheinander gebracht, dass ich mir ein eigenes Blumenwichteln beschert habe und der Briefumschlag ist vorhin in den Briefkasten gewandert. Müsste übermorgen in Berlin sein.
Und da ich definitiv zu viele Samen hatte, habe ich meiner Mama und meiner Schwester auch noch ein Blumenwichtelbrief geschickt. Wenn schon, denn schon.









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Und da ich für mein Projekt eine Schreibmaschine brauchte, habe ich die alte Gabriele 100 wieder aktiviert. Leider, leider lässt sich das Korrekturband nicht mehr anbringen. Das erschwerte die Sache ungemein. So ein Computer ist schon was Feines, aber ich hatte gar keine Lust, in mühseliger Kleinarbeit auf die Graphiken Schriften anzubringen und das Geklacker der Schreibmaschine erinnerte mich so sehr an Uni-Zeiten, dass ich trotz Erkältung richtig gute Laune bekam.

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Apropos Rechner: Ein halbes Jahr hatte ich das Problem, dass hier im Blog die Graphiken immer falsch herum angezeigt wurden. Ich glaube, ich hab´s !!!! Wenn man ein Original-Foto im Picture Manager dreht und speichert, zeigt er zwar das Bild in der Übersicht richtig an, fügt es aber hier falsch ein. Unter neuem Namen speichern, ist hier die Kunst. Dann läuft es wie geschmiert.



Samstag, 7. März 2015

Premiere

Ich war im Kino.

Nein, nein, nicht so ein echter Film für Erwachsene, aber immerhin, ich war im Kino!!

Kinderfilme übernimmt hier im Hause in der Regel der Göttergatte. Und ich kann ein bisschen kruscheln und anschließend eine etwas überdrehte von Popcorn übersättigte Meute in Empfang nehmen und ins Bett stecken. Das nenne ich einen guten Deal.

Nun ist aber der Göttergatte an diesem Wochenende gar nicht da (hatten wir noch nie). Und Lieschen wollte soooo gerne SpongeBob schauen. Und da der werte Herr Papa auch überhaupt keinen Wert auf SpongeBob legt, ich den kleinen gelben Schwamm aber immer wieder ganz witzig finde, habe ich heute ins Kino eingeladen.
Nun, die Freude war bei den Großen eher semi, sie sind dann in der Zeit eher zur Tante gegangen, aber Lieschen fand´s klasse. 

Nun stellte sich heraus, dass das mit dem Kino ja unter Umständen gar nicht mehr so einfach ist. Mit dem Buchungssystem kam ich gar nicht klar (und ich wollte nun auch wirklich hin), das Kino hatte aber mittags um zwölf, als Lieschen und ich dort waren, um Karten vorher zu holen, schon zu und nun musste ich mich doch mit diversen Codes und Familientickets und weiß der Kuckuck was herumschlagen, aber: Ich hatte es geschafft. Der Drucker spuckte einen QR-Code aus, es konnte losgehen.

Bis zum Einlass war auch alles super. Der Mann kontrollierte den Code, sagte, das haben sie GANZ GROßARTIG hinbekommen, aber: Sie haben für Sonntag, nicht für Samstag gebucht....gnarfff...und ich war so stolz.
Also doch noch hin zur Hauptkasse (bei unserem Film lief die Werbung schon), Perso vorgelegt, Karten storniert, neue Karten gekauft(viel billiger als vorher, da Familienpreis), Popcorn gekauft (Medium, wer soll das alles essen), Fanta (lulliges Zeug - viel zu viel Wasser drin), im dunklem Raum über die Treppe gestolpert, Sitze gefunden ( ich ganz kurzfristig unsicher, ob wir WIRKLICH im richtigen Saal sind), dann kam er aber, der kleine gelbe Schwamm.
Also: Ganz ehrlich - der Film lohnt sich nicht. Viel zu wenig Gags, martialisch, das Ende, naja, aber das Kinogefühl war, nachdem man sich an die unendliche Lautstärke gewöhnt hatte, großartig. Will wieder!! Ende März - Shaun - da gehe ich mit.

Und dann ziehe ich dann auch ein ENGES T-Shirt an, damit ich nicht im Parkhaus mir erst einmal eine Handvoll Popcorn aus dem Dekolleté  frickeln muss.

Freitag, 6. März 2015

Kreuzworträtsel

Gemeinsames Kreuzworträtsellösen beim Mittagessen. 

Ich lese vor:



Lieschen: Stachelschwein!
Mäxchen: Biene!

Mittwoch, 4. März 2015

Der Tag heute

Morgens Mäxchen verabschiedet in die Schule, Lieschen in die Schule gefahren, geräuselt, Küche geputzt, genäht (UFOS sind weg! Hallelujah) und auf Schreiner und Möbelspediteur gewartet.

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Der Schreiner war pünktlich und hat in die Glastür zur Garage (da stand früher ein Ferrari, bei uns sind es eher Pappkarton-Ferraris, Fahrrad-Ferraris und Tischetennisplatten-Ferraris) einen Spiegel eingebaut. Sieht super aus, nur wenn man jetzt die Treppe runterkommt, sieht man im Spiegel mein Chaos im Arbeitsschrank im Keller - auch nicht besser. Also müssen da auch noch Türen dran. Ikea - ich komme....hätten wir uns ja auch vorher denken können, wenn wir mal drüber nachgedacht hätten...

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Auch pünktlich kommt der Möbelspediteur. Es hätte mein Glückstag sein können.
Und er schleppt einen Tisch mit vier Beinen an. Ich sage: Was ist mit den Füßen?? Und er: Ja mehr als vier hat er nicht. Und ich: Es sollte aber nur EINES sein!! (Jaja, so ein schwebendes Teil, sündhaft teuer, aber ein Traum - das Teil, was er mir gebracht hat, nunja, reden wir nicht weiter drüber)
Er wollte mir den Tisch noch aufschwätzen, nach dem Motto, ich habe mich vertan, der Tisch sieht gleich drinnen viel besser aus, aber ich habe die Herren nicht ins Haus gelassen. So.

Später stellte sich heraus, dass alle Bestellungen korrekt waren, aber das Werk falsch geliefert hat. Grumpf.....in sechs Wochen auf ein Neues.


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Lieschen in aufgeräumter Laune aus der Schule geholt. Er hat dort Lesen geübt. Wurde auch mal Zeit. Ich übe mich in Geduld....ohhmmmmm....


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Mäxchen fordert ein Fieberthermometer. Na super, der nächste krank.

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Meine Schwester besucht mich für eine Stunde. Sie war bei Oma (für die Kinder Oma Ur) im Pflegeheim und erzählt, wie es war. Meine Oma, immer so fit, so einfach mit viel Contance, bekommt jetzt, mit 94 Jahren doch eine Altersdemenz. Das ist ganz schön schwer. Und sie geht uns damit manchmal gewaltig auf die Nerven. Denn sie erzählt immer das Gleiche.
"
Also, MeinJulika (jaaaa, so spricht sie mich an), Du bist ja überhaupt nicht zu erreichen. Ich habe heute schon zwanzig Mal angerufen.  Und immer muss ich mit dem Anrufbeantworter sprechen.
Und weißt Du, ich MUSS mich hier einfach dran gewöhnen. Und ich will auch nicht mehr so lange leben. Und so weiter und so fort."

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Der Göttergatte ruft aus San Francisco an, ist aber abgelenkt von zu viel Arbeit.

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Ich schreibe Mails an die Klassenlehrerinnen.

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Eine Freundin sendet auf Facebok Nachrichten über ihren Mann, der baldan der gleichen Erkrankung sterben wird wie Maria.
Es fällt mir unglaublich schwer, genügend Empathie zu zeigen. Ich habe das alles gerade mitgemacht und bin ein bisschen emotional erschöpft.

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Noch "schnell" dreimal die Teile für eine Stricknadelrolle zugeschnitten. Smartes Schnittmuster, gut umzusetzen - Bilder folgen nächste Woche.
Jetzt Lieschen ins Bett bringen, Fernseher, Füße hochlegen und beten, dass ich diesen komischen Virus nicht auch bekomme.

Montag, 2. März 2015

Der 23. Kindergeburtstag

Ich gehöre zu den Dinosauriern. Ich habe heute den 23. Kindergeburtstag ausgerichtet!

Ja, es ist entspannter als beim ersten Geburtstag (Merke: Wenn die die Kinder vier Jahre alt werden, sind beim Abholen die Eltern nicht willens zu gehen, obwohl man sich nichts sehnlicher wünscht, die Kinder sind aufgedreht und hopsen in gefährlicher Aquariumsnähe auf dem Sofa und kein Elternteil kümmert sich; außerdem erwarten die Eltern ein gewisses Catering am Abend in Form von Prosecco oder Sekt, dass ich leider nicht vorrätig habe) und es ist auch meistens entspannter als bei dem Geburtstag, als ein Kind mit einem Stein spielte ( einem GROßEN Stein), der Stein auf das Fingerchen fiel und zwei Aufsichtspersonen (wir hatten genügend) schnell mal der Kinderklinik zwecks Nähen des Fingerchens einen Besuch abstatteten, da die Mama auf dem Handy nicht erreichbar war (Merke: Handynummern werden nach wie vor überbewertet). Auf dem gleichen Geburtstag verschwand auch mitten im Wald wie von Zauberhand eine Brille, die wie von Zauberhand drei (!) Stunden später wiedergefunden wurde.

Heute: Ganz profan und sicherlich nicht politisch korrekt: Fun-Park (also, für die, die es nicht wissen, so eine Hüpf-Springburg-Anlage mit Fußballfeld und Trampolinen und Gedöns),
Lieschens sehnlichster Wunsch. Ich hätte ja lieber eine Schatzsuche gemacht, hier im Viertel, aber was soll ich sagen: Bei dem Sturm heute Nacht, dem Hagel heute morgen und dem Wolkenbruch heute nachmittag war ich verdammt froh, dass ich in einer Halle saß, bei der mir das Wetter mal ganz egal sein kann. 

Sieben von neun Kindern kamen (einer Bauchschmerzen, einer Grippe, n o c h kein Masernfall - das ist hier nämlich gerade der neueste Trend).

Ein autistisches Kind (nicht wie Rain Man und so, eher laut, etwas undistanziert, aber ein ganz süßer, auch undistanziert beim Essen - vier Doghnuts und vier Miniberliner.....zwei Stunden später hatte er Bauchschmerzen - woher wohl??), ansonsten kleine Putzis, die bei mir jeder zweimal 50 Cent für das Motorrad abholen durften (ich habe Buch geführt, alle waren schwer beeindruckt, das Wort "Kassensturz" musste ich jedem erklären), zwischendurch waren mal fünf Euro Pfand für den Ball weg (die Kassierin winkte schon, als wir kamen - der Zwerg hatte einfach vergessen, das Geld mitzunehmen),
zwei kleine Kratzer am Arm (vernachlässigbar), ein Aua am Knöchel (Kühlpackung - immer wieder empfehlenswert - allerdings sind meine Kühlpackungen etwas hartnäckig- man muss einmal mit Wumme drauftreten, dann werden sie allerdings ziemlich schnell ziemlich kalt) , das Abendbrot habe ich fast vollständig wieder mitgenommen, aber von den zwanzig Getränkeflaschen (für jeden eine Fanta und Wasser unbegrenzt) haben ich nur vier wieder mit nach Hause genommen (ich war noch am Schwanken, ob ich die Getränke einfach dort kaufe, aber bei dem Preis von 1,70 Euro für ein Wasser war ich doch dankbar, dass ich das Zeug durch die Gegend geschleppt habe) 
Und hier ist es ja auch üblich, Gutsles den Kindern mitzugeben. Während der Party gibt es meistens keine Süßigkeiten, aber am Ende gibt es immer eine Tüte mit Diversem.

Dieses Jahr gab es - von mir genäht (öhöm...ich kann nicht anders) die 
Luftballonhülle nebst drei Luftballons und ein paar Süßigkeiten. Ich habe den Kindern das demonstriert (die einzige Situation, an der sie alle mal am Tisch saßen) und alle waren begeistert. Hach , das erfreut das Mutterherz.


Der 23. Kindergeburtstag ist rum - ich und meine Schwägerin (die für Notfälle dankenswerterweise mitgekommen war) haben alles kernentspannt überstanden.
Der nächste ist im September, aber das wird wieder etwas völlig anderes - Mäxchen wird dreizehn. Ich bin gespannt. 
 
 




Sonntag, 1. März 2015

Kindermund

Lieschen isst aus seiner Süßigkeiten-Geburtstagstüte ein Kaugummi.
So ein Professionell-super-duper-ichmachdieZähneweiß-Zeug.

"Du Mama, die schmecken echt lecker, aber ich habe immer das Gefühl, dass mir dabei die Nase qualmt!"

Freitag, 27. Februar 2015

Blumenwichteln 2015

Blumenwichteln 2015 Logo


Einen schönen Blog entdeckt.  Julia von Funkelfaden richtet zum dritten Mal ein Blumenwichteln aus.
Eine wirklich niedliche Idee, die mir dieses Jahr gut zupass kommt. Habe ich doch eine 30 Meter lange Betonmauer mit Beet, die bepflanzt werden will.
Es ist schon einiges drin, aber an vielen Ecken und Enden sieht es noch düster aus.
Der Göttergatte fordert schon seit unserem Einzug, dass doch ganz, ganz bestimmt die Mauer in zwei Wochen zugewachsen ist. Ich fürchte, er muss sich gedulden.
Und nun gehöre ich auch zu der Gruppe, die sich nächste Woche darüber Gedanken machen darf, welche Samen sie (neutral verpackt - es soll ja eine Überraschung werden) verschickt. 
Und gleichzeitig rätseln darf, was wohl, eventuell, vielleicht in ein paar Tagen oder Wochen aus den eingepflanzten Samen herauskommt.
Und - wie sollte es anders sein- war ich sofort im Kauffieber. Das Wetter ist hier aber auch noch so äääbsch, da muss man sich wenigstens gedanklich schoin mit dem Frühling beschäftigen, sonst  wird man noch depressiv.
Und nun bin ich stolze Besitzerin 
- eines Erdbeerbaumes (was hat mich denn da geritten, die Samen müssen erst einmal ZWEI Monate in den Kühlschrank!!!)
- zahlloser Monster-Sonnenblumen (die brauchen total viel Platz und werden angeblich FÜNF Meter hoch - na, denn man tau)
- zwanzig Rhizinus-Samen (sicher nicht für´s Blumenwichteln geeignet, da Samen so ziemlich endgültig tödlich...und wenn ich tödlich sage, dann meine ich das auch....)
- zwei Kaskaden-Rosen (gut, nicht für´s Beet, sondern für Töpfe - ich ahne ein klitzekleines bisschen, dass ich mir mit dem Gießen viel Mühe geben muss und ich hoffentlichbittebittebitte eine nette Seele findet, die hier gießt, wenn wir im Urlaub sind...

Wir halten fest - für´s Blumenwichteln habe ich auf keinen Fall was.  Weder für Balkon noch Garten - vielleicht soll es ja auch Gemüse sein?? An Gemüse habe ich bisher ausschließlich Thormaten oder einfach Thorsten angepflanzt (wieso die Tomaten auf einmal Thorsten heißen ...hier guggen...oder auch hier

....es wird noch spannend.

Es gibt so Tage...




...an denen ist alle so ein bisschen semi, ob gut oder schlecht , kann ich gar nicht sagen, aber es läuft nicht rund. Und das liebe ich gar nicht.
Es hat heute Morgen schon angefangen.

Mäxchen mit Bauchschmerzen (zu Hause bleiben, an keinem Tag der Woche waren alle Kinder in der Schule), Fränzchen aufgeplatzte, blutende Unterlippe (will auch zu Hause bleiben, sehr erkältet und Vokabeltest, aber ich habe ihn geschickt - war nicht ganz ok, aber nun denn), Lieschen mit plötzlichen Kopfschmerzattacken, die sich aber als pure Müdigkeit entpuppten (beim Gedanken an seinen SIEBTEN Geburtstag morgen war er wie von Zauberhand ganz munter) und mein plötzlicher Gedanke an einen Zahnarztbesuch um neun...bah....aber wat mutt dat mutt.

Also Lieschen in die Schule gefahren, schnell nach Hause, Beißerchen geputzt, zum Zahnarzt.
Das lief dann dort auch nur so semigut, Krone ging ab, aber leider mit soviel Wumme, dass mein Zahnarzt mir die Zange in den Gaumen gerammt hat. Von den Abdrücken gar nicht zu reden  (nur einmal gewürgt und einmal ein ganz kleines bisschen die Zahnarzthelferin gebissen).

Dann in die Apotheke, Zeugs für die Unterlippe geholt, zum Bäcker , Laugengebäck, Donuts und Quarkinis für die Kinderfeier vorbestellen (Laugengebäck gerne, Donuts haben wir gar nicht und Quarkinis nur Dienstag...grrrmpf), zu Hause Ibuprofen eingeworfen, Essen gemacht und Mäxchen gepflegt.

Lieschen ist bei der Tante. Immer freitags. Sehr schöne und angenehme Einrichtung.

Im Gedanken schon beim Kuchen für morgen (Verwandtschaft kommt).
Schoko-Nuss für die Kinder, Käse-Sahne-Torte für die Großen.

Während des Backens ruft die BesteFreundin an und erzählt Schauergeschichten über kranke und todkranke Katzen und Gebärmutterentfernungen (nicht bei den Katzen) und ich kann schon nicht so ganz folgen, weil: Der Kuchen will auch noch fertig werden.

Klappt alles ganz gut, der Boden für die Käse-Sahne-Torte wird angerührt und was sehe ich da: Die Haselnüsse. Super - Nusskuchen ohne Nüsse ist was ganz Innovatives. Geflucht, kurz überlegt, ob man den Teig noch mal aus der Form reißt und schnöde die Nüsse noch unterrührt, aber ein Blick in den Backofen sagt mir, dass es definitiv zu spät ist.

Neue Zutaten gesucht - Kuchen rausgeholt (schmeckt auch nur so semigut oder eher semischlecht),
dann festgestellt, dass ich bei dem Teig für die Käse-Sahne (namhafter Hersteller von Fertigbackzutaten) in vollster Konzentration nicht die Zutaten für den Teig, sondern die Zutaten für die Füllung unter die Eier und die Butter gerührt habe.

Himmel - ich backe doch heute nicht zum ersten Mal. 

Mäxchen und ich beschließen, einfach den anderen Kram hinterherzuschmeißen und die Füllung selber zu machen. 

Teig wird was, lässt sich aber nicht unbedingt teilen. Egal - kommt die Füllung obendrauf.
Die wir ja nun selber machen müssen. Gelatine eingeweicht, das ganze Tralala, abschmecken, abkühlen lassen, Tortenring auf den Boden, Füllung drauf, Füllung schießt katapultartig unten raus. 

Sagen wir mal so - ich habe mich für´s Lachen entschieden, in einer blitzesartigen Geschwindigkeit das Desaster nach draußen geschleppt (schön kalt, da wird das vielleicht noch was, coole Spur wie bei Hänsel und Gretel in der ganzen Küche hinterlassen) und gehofft, dass nicht wie letzte Woche sofort eine Katze ankommt und die ganze Füllung auffrisst (wirklich - ich habe letzte Woche an mir gezweifelt - bei diesem sündhaft tollen Kuchen von  Bine (Schichttorte - Link geht gerade nicht)     fehlte die ganze Sahne - da hat das Katzenvieh die Folie abgepfriemelt und die ganze Sahne abgeschleckert - ich habe ihr Bauchschmerzen gewünscht..und dabei geht mir auf, dass ich deswegen bei dem Bericht der BestenFreundin über die kranken Katzen nicht ganz so empathisch war).

So, fünf Uhr, Schoko-Nuss die zweite im Ofen, Käse-Sahne dröppelt draußen nicht mehr und könnte sogar noch fest werden - ich habe noch Hoffnungen), aber für heute ist die Küche geschlossen.

Mittwoch, 14. Januar 2015

Konfi und so

Die Kinder werden größer. Und schwuppdiwupp - gefühlte drei Wochen nach der Geburt - soll Fränzchen nun konfirmiert werden.

Ich erinnere mich gut noch an meine Konfizeiten. Wir sind treu und brav jeden Sonntag morgen in die Kirche gedackelt (im Pulk - wir kannten uns meistens schon aus dem Kindergarten), verbrachten dämmernd den Gottesdienst, dann einmal pro Woche (Dienstags - ist heute immer noch so) Konfiunterricht. Ich muss ja sagen, Pfarrer Schmidt hat sich zumindest ansatzweise Mühe gegeben.  Aber sein Sohn, der auch in dieser Konfigruppe war, wurde immer ein bisschen mehr rangenommen. Stefan tat mir schon leid. Aber sonst kam nicht die prophezeite Erleuchtung, sondern auch nur wieder ein Aussitzen. Also, in Summe war das nicht der Reißer.

Bei der Konfiprüfung hatte ich noch Glück - ich musste lediglich, ratenweise, "Der Herr ist mein Hirte" aufsagen und die anderen mussten die Interpretation auwendig gelernt daher leiern. Mir erschien mein Los wie der Himmel auf Erden ("Der Herr ist mein Hirte" kann ich noch heute), aber die armen Schweine mit den Interpretationen. Aus heutiger Sicht war das lächerlich. Handgeschrieben (Groß! SEHR GROSS geschrieben) vielleicht knapp zwei DinA5-Seiten - . Naja, damals fanden wir das reichlich unverschämt.

Die Konfi selber war ganz nett (bis auf die Situation, dass ein Konfirmand mit Beinprothese fast von dem Hocker geknallt wäre), die Verwandtschaft war da, ich durfte eine Freundin einladen (von ihr ein Silberarmband mit meinem Namen, dass ich leider in England ein Jahr später verloren habe), es gab Geld (unterer Schnitt, aber ok) und ich habe die ganze Kohle im nächsten Jahr zum Entsetzen meiner Mutter verbraten. Aber es war ein herrliches Jahr :)

Nun ist Fränzchen dran. Ungetauft. Ich fand, er kann das selber entscheiden und habe mir vornehm die Taufe gespart (und bin nebenher aus der Kirche ausgetreten - aber das würde dann doch hier etwas zu weit führen).

Will Fränzchen konfirmiert werden? Ja!
Will er Sonntags in die Kirche? Nein.
Wie findet er den Konfiunterricht? Semi.
Aber: Die Kohle lockt. Also quält er sich durch.

Morgens Kirche geht gar nicht. Also ist er in seiner Not, da er ein Konfiheft hat, in dem alle besuchten Gottesdienste abgezeichnet werden, schon letzte Woche im Gehörlosengottesdienst gewesen :) Gut, dass der Pfarrer gleichzeitig auch gesprochen hat.


Nun gut, dass ist ja noch einige Zeit hin.
Bis ich gestern im Netz hier einige nette Konfirmationseinladungskarten gesehen habe.
Bisher hatte ich das ganz locker gesehen. Über den Tag einen Caterer (wir haben die Konfirmation um halb zwei!), Platz ist genug, wird schon.

Und dann habe ich heute Nacht geträumt, die Konfi wäre schon in zwei Tagen, das Haus solle mit allem drum und dran geschmückt werden, der Caterer wäre noch nicht bestellt und der Göttergatte käme kernenstpannt nach Hause und hätte die Konfirmation vergessen.
Dieser wirklich nicht angenehme Traum neben Traum II, in dem Fränzchen verstorben war inclusive eines Starkregens morgens um halb sechs hat mich einigermaßen verknöttert aufstehen lassen. 

Und ich fing an, mir doch ein klein wenig Gedanken um die Einladungskarten zu machen. Denn zu diesem Gebastel habe ich Lust (und wenn´s nicht klappt, kann man ja so etwas auch kaufen)
Und ich fing an zu googlen. Und bin voll in Panik ausgebrochen !

Erst einmal: Wann Taufe? Die sollte ja vorher stattfinden. Oder in einem Abwasch mit der Konfirmation? Der eine Pate kommt immerhin aus Jerusalem. Ist ja nicht ganz um die Ecke.

Der Pfarrer will mich sprechen. Wann?? Etwa mit Mann? Dann wird´s schwierig.

Die Gästeliste. Hatte ich auch noch nicht so ganz. Familie und so. "Und so" hatte ich verdrängt. Die beste Freundin wird natürlich eingeladen und Sozzi (Sozzi, ich hoffe , Du liest das hier - 10. Mai vormerken bitte)

Die Patin war noch überhaupt nicht informiert. Erledigt. Es gab viele Lacher ihrerseits. Aber sie kann.

Was zu essen bestellen?? Welchen Caterer? Die Patin ist diesbezüglich sehr erfahren und riet mir, dringend (möglichst vorgestern) bei einem Caterer vorzusprechen, da eventuell schon alle ausgebucht sind. Zitter.....

Einladungskarten - klar, das schaffe ich. Aber jetzt:
Einladungen für die Nachbarn !!??!! Jaa, ich kenne das hier - üblicherweise werden die Nachbarn zum Restekaffee am Tag darauf eingeladen (Reste - höhö, das wird voll mit eingeplant), aber wie definiere ich Nachbarschaft?? Ich kenne hier noch kein Schwein. Und gerade deswegen wäre es gut, mal einige einzuladen. In welchem Umkreis? Mit welchem Text? (("Fränzchen wird konfirmiert, bitte bringen sie ein Gutsle mit, hier gibt es Kuchen bis zum Abwinken" oder wie???)

Und jetzt das Beste - in manchen Landstrichen ist es üblich, dass diejenigen, die ein Präsent vorbeibringen (hab ich noch nie gemacht..räusper...) ein Geschenk mit nach Hause bekommen !!??!!
Ich meine,vom Prinzip ist die Idee ja ganz nett und Kuchen können bekommen so viel sie wollen, aber was soll denn da kommen? Angefangen von Süßigkeitenkörbchen, aus dem man sich bedienen kann bis zu selbstgebackenem Gugelhupf und handgeschnitzen Bonbonieren mit im Mondenschein geernteten süßen Mandeln war im Internet alles dabei - ich bin überfordert. Ich geh dann mal schlafen - vielleicht bringt die Nacht ja die Erleuchtung.