Donnerstag, 20. November 2014

Kindermund

Abgesehen davon, dass gestern Fuß- und Bettag war, hatte Lieschen heute in der Schule Tsüüchomotorik, die besonders lustig war, da man da einfach draußen herumspringen konnte.
Und dass der Schülerkiosk (O-Ton) ihm seine ganze Kohle für einen Kakao abknöpfen möchte, ist voll das letzte, weil, die sind da in diesem Schülerkiosk STEINREICH, denn die Mama (Anm. der Red. - eine Lehrerin )vom Johann kauft ihnen ja die ganzen Sachen und dann können die diese verkaufen und haben voll viel Geld in der Kasse und er armer Schlucker muss jetzt dafür sein letztes Hemd hergeben.....

Vielleicht sollte ich doch noch einen Kaufmannsladen zu Weihnachten besorgen -ich sehe in manchen Bereichen noch Erklärungsbedarf :)

Dienstag, 11. November 2014

Genähte Karten

Morgen geht´s zur Trauerfeier. Ich soll vorher drei Freunde vom Bahnhof abholen. Kein Problem. Eigentlich. Aber wer mein Auto gesehen hat, zweifelt daran ein bisschen. Eine Mäusefamilie könnte sich ohne Probleme von den Krümeln ein Jahr ernähren und  Nester für fünf neue Generationen bauen. Umzug halt.

Also: Heute mittag - Auto ausgeräumt. Müll, Altkleidergeschichten, zwei Lava-Lampen (für Nikolaus ...pssst), Diverses, ging eigentlich.

Dann mit LIeschen in die Waschanlage.

Ich kaufe: Extra-turbo-wurbo Premium, bekomme eine Karte, Lieschen hält die Karte fest und wir fahren rein.
Ach, sagt Lieschen, hier kann man keine geneeete Karte nehmen.
Was?, sage ich. Genähte Karte ???????????????

Ja, meint er, ich meine , hier kannst du keine geneeeete Karte nehmen, sondern nur die Papierkarte.

....überleg...groschfall.....er meinte eine MAGNETkarte :)

...der Versprecher lässt auf eines meiner Hobbys schließen...

Freitag, 7. November 2014

Haushaltsgeschichten

Eine Familie mit drei Kindern produziert viel Wäsche. Insbesondere wenn man bei den Kindern eines dabei ist, bei dem nachts noch öfter mal was daneben geht (bedeutet: Laken, Bettwäsche, Inlet, Kopfkissen, Schlafi des Kindes waschen) und eben auch dieses Kind sich in der Schule trotz Buddelhose und Gummistiefel jeden Tag tutto completti einsaut. 

Ist mir egal - Hauptsache, er ist draußen. Ich muss ja nicht mehr am Fluss die Wäsche schrubben und anschließend neben dem Kohleofen trocknen.

Außerdem ist da noch ein pubertierender Vierzehnjähriger, bei dem mittlerweile aus geruchstechnischen Gründen täglicher Wäschewechsel (immer noch nach mütterlicher Ansage) vonnöten ist.

Klingt alles ganz einfach, ist es eigentlich auch. 

Nun war es vor einigen Jahren so, dass ich EINEN Trockner und EINE Waschmaschine besaß. Die Waschmaschine hatte schon einige Jahre auf dem Buckel und zickte fleißig. Da ich schon einmal vierzehn Tage ohne Waschmaschine da saß, kam ich auf die verwegene Idee, gleich eine neue zu kaufen - dann fühlt man sich nicht ganz so nackt, wenn das ältere Modell über den Jordan gegangen ist.

Also ZWEI Waschmaschinen, ein Trockner. Die neue Waschmaschine lief super, die alte hat sich überlegt, dass das nur Alterszipperleine waren und lief auch. Das bringt aber gar nichts, wenn man nur einen Trockner hat. Da der alte Trockner (Wärmepumpentechnologie) schon eine gigantische Reparatur hinter sich hatte, von der Lautstärke her zum Mond flog, beschlossen der Göttergatte und ich, dass wir hier das gleiche Modell fahren und gleich einen neuen Trockner kaufen (muss man dazu sagen, dass der Göttergatte mindestens so technikaffin ist wie ich und überaus dankbar, dass ich den kompletten Haushalt übernehme.....ich bekomme so viel Geräte wie ich möchte)

Nun gut - VIER Geräte - alles lief.
Bis zum Umzug.

Da machte direkt danach der NEUE Trockner die Grätsche. Nun, wer sich mit diesem tollen Selfcleaning-System der Bosch und Siemens - Company beschäftigt hat, weiß, dass das System noch nicht ganz ausgereift ist. Ganz, ganz sicher war mal eine leckere Mischung aus Flusen und Wasser in die Pumpe geraten.

Kundendienst vom Ort bestellt - er repariert - geht - Trockner läuft nicht.

Kundendienst vor Ort wieder angerufen - er repariert - geht -Trockner läuft nicht.

Kundendienst von Siemens angerufen - er kommt - misst - überlegt - schraubt - Trockner tot.

Angeblich Kühlflüssigkeit ausgelaufen . Aha . Trauer. 

Nun hatte ich ja immer noch den zum Mond fliegenden Trockner und einen neuen, der nach nur drei Jahren auf die Müllkippe kommt.
Ich gebe zu, mittlerweile bin ich verwöhnt und konnte mir das Leben ohne zweiten Trockner gar nicht mehr vorstellen.
Gesagt, getan, neuen Trockner gekauft. Von der Firma M.

Und nun kommt vorhin mein Küchenmann und bringt das neue Schätzchen.

Ich - ganz nett - denke: Machste mal die Wasserschublade vom alten leer, damit er nicht so eine Sauerei im Auto hat.

Aus der Wasserschublade kommt mir literweise Wasser inclusive einem gefühlten Kilo Staubflusen entgegen. Und ich denke  nur: Verflixte Axt, der ging doch angeblich nicht mehr, vielleicht hat er jetzt irgendwas hochgepumpt, Verstopfung gelöst - keine Ahnung.
Und mache den Trockner an.

Läuft. Anstandslos.

Jetzt habe ich ZWEI Waschmaschinen und DREI Trockner (im Gegensatz zu heute morgen - da war es ja nur noch einer).

Das Lebensmodell wird überdacht. Vielleicht mache ich nebenberuflich einen Waschsalon auf.

Donnerstag, 6. November 2014

Gemischte Gefühle

Gemischte  Gefühle habe ich, wenn ich an den heutigen Tag denke.
Meine wirklich liebste Freundin Maria ist heute gestorben.
Und ich bin froh und traurig zugleich.
Froh, weil ihr Leiden ein Ende hat, weil es keine Hoffnung auf Heilung gab, weil die letzten zehn Tage ihres Lebens wirklich nicht mehr schön waren (vorher schon - sie hat aus allem noch Lebensqualität geschöpft - für mich ein Vorbild), 
traurig, weil ich eine gute Freundin, eine tolle Gesprächspartnerin, Beraterin in allen Lebenslagen unwiderruflich verloren habe.
Ich hoffe, ich habe alles richtig gemacht.


Dienstag, 4. November 2014

Schuhe und Sonstiges

Es ist ja nicht so, dass man wie von Zauberhand nichts mehr zu erzählen hätte und als Vergissmeinnicht taugt dieser Blog ja auch nichts, wenn ich meinen Hintern nicht hochbekomme und nichts schreibe, aber es fehlt einfach die Kraft. 
Zumal natürlich auch manche Sachen hier nicht so einfach sind, wie zum Beispiel ein profanes Bild zeigen.
Das muss man fotografieren (das ist er einfachste Teil der Übung), dann Herunterladen (wo ist das Kabel??) oder per Mail senden, dann, im Fall der Mail zigmal drehen, bis es auch richtig herum im Blog erschein ( so Bilder auf dem Kopp machen auch nicht so einen schlanken Fuß) und dann soll der Text natürlich auch noch flüssig sein, ohne Tippfehler, am Besten mit einer Pointe am Ende....das ist mir im Moment zu viel und ich höre nun einfach auf, mich an meine selbsterstellten Regeln zu halten.
Denn sonst schreibe ich hier gar nicht mehr. Es ist einfach im Moment zuviel los.

Maria hält mich auf Trab. Nicht einfach, wenn man eine geliebte Freundin sterben sieht. 

Und unser Haus ist auch noch nicht so in echt eingerichtet. Das dauert noch. Aber seitdem ich sämtlichen Zeitdruck aus meinem Hirn herausgenommen habe, geht es mir ganz prima.
Bis auf die täglichen Kleinigkeiten, die weg sind und wie von Zauberhand an völlig unmöglichen Stellen wieder auftauchen (wie die Regalböden des Möbelsystems der KInder, die ich AUF einem Schrank in der Waschküche gefunden habe) oder aber meinen Schmuck (der einen Tag da war und jetzt wieder weg...seufz), aber egal: Das Haus ist toll und es ist wesentlich entspannter, hier zu wohnen.

Jetzt muss nur noch das andere Haus verkauft werden. Mal schauen.

Und wir stehen Anfang November vor der dramatischen Aufgabe, dem großen Fränzchen Schuhe zu kaufen.
Jetzt denken alle: was hast Du?? Gehst in den Schuhladen  und kaufst. Höhö, ein Vierzehnjähriger mit Schuhgröße 45, einem extrem schmalen Fuß und KEINEM Spann kauft man nicht so einfach ein paar Schuhe. Da musste der große Kreisch-Versandhändler her. 

DA!!!! Jetzt ist es wieder falschherum, obwohl es in der Speicherung richtig ist. Wer kennt das Problem und erlöst mich???? Und wieso ist auf einmal die Formatierung groß??? Blogger macht mich im Moment wahnsinnig



Sechs Paar Schuhe habe ich gekauft (die neue Handtasche denke man sich weg, die taugt nix) und - nach anfänglichem Genöle, mit den nötigen Einlegesohlen (höher machen) mütterlicher Schnürung und viertelstündigem Herumgelatsche haben wir neue Winterschuhe! Ich mach einen Sekt auf!!!!!!!!

Dienstag, 14. Oktober 2014

Haustürkrise

Das mit den Haustürschlüsseln ist ja so eine Sache.
Klar habe ich einen. Der Göttergatte auch. Die Schwägerin auch. Und selbstverständlich die beste Freundin (die schon mitten in der Nacht bei mir sich leise damit reingeschlichen hat, um Ihren Haustürschlüssel zu holen...wieso sie meinen hatte und ihrer weg war, hat sich mir damals schon nicht erschlossen, aber ich muss ja auch nicht alles wissen).

Die Kinder (zumindest Fränzchen und Mäxchen haben auch einen - fest angebunden im Ranzen, aber wenig benutzt, da das Türschloss eines der widerspenstigen Art war. Muss man ja auch nicht üben, da ich im alten Haus - das kann ich jetzt ja sagen - immer die Haustür offen hatte. Nichts für ängstliche Gemüter, aber welche Diebe kommen schon zur Haustür rein???)

Nun ja, nun ist anders. Anderes Wohnviertel, größeres Haus mit Videoüberwachungstralala und Alarmanlage und Festplattenrecorder, der hier alles aufzeichnet...aber dadurch wird ein Haus auch attraktiver. Könnte ja was drin sein. Ist zwar nicht, aber das sieht man ja von außen nicht.
Von daher war nun meine Haustüroffenstehmethode nicht mehr adäquat.

Hätte ich jetzt Schlüssel verteilt (die nicht ganz zu der billigen Sorte gehören - nix mit Mr. Schlüssel und so - ) hätte ich, ganz grob gerechnet und alle Eventualitäten berücksichtigt (Schlüssel im Ranzen und extra einen für Nachmittags und so....) , mindestens zwölf Schlüssel benötigt (eingerechnet dem im super sicheren Gartenversteck).

Und da kam Fränzchen auf die Idee, sich ein Tipp-Tipp-Ziffernschloss anbringen zu lassen.
Biometrisch hätten wir auch gut gefunden, aber das ging nicht, weil Lieschen zu klein ist und das  Gerät Schwierigkeiten hätte, seinen pupskleinen Fingerabdruck zu lesen.

Also sind wir zur Tat geschritten, ein Unternehmen unserer Vertrauens beauftragt, am Nebeneingang (jaha - so etwas haben wir jetzt - dient vor allen Dingen als Dreckschleuse und Mäxchen ist sauer, weil er dort reingehen soll, da er es als Dienstboteneingang empfindet....aber jetzt nicht mehr) so ein Tipp-Tipp-Teil anzubringen.

Der Mensch hat auch nur sechs Stunden benötigt, aber es sitzt.

Leider hat er mich bei der Programmierung nicht befragt und nicht den mit den Kindern verabredeten Code einprogrammiert, sondern sich selber etwas überlegt.
War ja auch ok. Kann man ja angeblich selber umprogrammieren. 
Aber auch nur angeblich - die Anleitung ist auf englisch, verstehen wir auch alles, nur kommen wir damit auch nicht klar, aber das ist eine andere Geschichte.
 
Und damit Mäxchen heute nachmittag selber ins Haus kommt (und der Code ja ein anderer war - wir erinnern uns) habe ich ihn fett auf die Haustür mit einem Boardmarker geschrieben. Den Eingang kann keiner sehen, alles im grünen Bereich für eine Stunde.

Hat super geklappt - Mäxchen ist reingekommen - alles chicco.

Bis vorhin Sozzi meinte, es wäre vielleicht sinnvoll, den Boardmarker wieder abzuwischen.

Kein Problem, sage ich und wische etwas lustlos auf der Tür herum (auf einem White-Board geht dann sofort ALLES ab)

Was soll ich sagen, es ging ab, aber nur halb. Und auf der Tür steht, etwas verschwommen

nein , ich gebe hier nicht den richtigen Code an

1234 #    Raute -Taste nicht vergessen!!!


Schnappatmung :)

Fensterreiniger ging auch nicht - chancenlos.

Kunststoffreiniger hat sich in Luft aufgelöst.

Aber ich habe es geschafft. Na, wer errät, mit welchem chemiefreien Untensil der Rest der Farbe wegging??


Montag, 6. Oktober 2014

Alte Nachbarn



Lieschen und ich fahren zu unserem alten Haus und parken rechts am Straßenrand, da unsere Einfahrt mit Sperrmüll vollsteht. Sicher, wir parken knapp an einer Klitzekleinenminipupsstraße, die als solche gar nicht zu erkennen ist.  Und dort fährt man auch nicht durch, es sei denn, man hat hundert Wasserkästen zu schleppen.

Es gilt, einen Rollwagen auseinanderzuschrauben, damit die Sperrmüllleute keinen Bandscheibenvorfall bekommen. 

Wir schrauben.
Es kommt ein Nachbar. Freundlich. Vordergründig. Um mir dann einen Vortrag zu halten, dass man dort nicht parken soll (ich betone: Er käme in die Klitzekleineminipupsstraße durchaus rein). Und er redet . Und redet. Ich lächele und bemerke milde, dass ich ja direkt davor stehe und im größten anzunehmenden Unfall durchaus in der Lage sei, binnen fünfzehn Sekunden das Auto wegzufahren.

Er redet weiter über diesen Affront, dass ich dort parke, um urplötzlich umzuschwenken, wohin wir denn gezogen seien.


Ich: In den Wildenburgring.
Er: Ach, nach Wildenburg. Also, das kann ich ja gar nicht verstehen, dass man von Giessen nach Wildenburg zieht.
Ich: Nein, wir bleiben in Gießen. Nur den Berg hoch. In den Wildenburgring.
Er: Ja, aber nach Wildenburg zu ziehen - da ist es doch so weit für die Kinder in die Schule.
Ich: In den WildenburgRIHING!!! Gar nicht weit weg von hier.
Er: Ach so, sagen sie das doch gleich. Ach, dann haben sie hier nur gemietet????!!!???

Ich (gedacht): Haben wir schon mal zusammen Schweine gehütet??
Ich (gesagt): Nein, das Haus hat uns gehört und jetzt ziehen wir um.
Er: Ach, aber jetzt denken sie daran, dass sie hier nicht parken dürfen......




Schön, hier mal wieder zu schreiben. Wir sind umgezogen!! *Freu* 250 Kisten, 120 Kubikmeter, 80 Arbeitsstunden der armen Möbelpacker - und jetzt das ganze Geräus wieder rückwärts. Das Haus ist groß, es hallt noch wie´s Gewitter, aber wir haben Platz und alle genießen es.

Dienstag, 9. September 2014

Umzug III



Also, ich weiß nicht so recht, wie andere Leute es bewerkstelligen zu bauen.
Mir reicht diese kurze Renovierungs-und Umzugsphase schon vollauf.
Protokoll eines Tages:

6.30 h - wach

6.40 h- kommen die Großen zu mir ins Bett für fünf Minuten (ganz schnuckig - hier brauchen sie noch Mama)

6.50 h- Expressfrühstück,  neue Schulhefte gesucht (sie sagen es nie vorher), Geld rausgerückt für das neue Englischheft, eine Brotdose fertiggemacht, zwei Getränkeflaschen, ans Zähneputzen erinnert ( der Zahnarzt rät, bis zum Alter von 18 einmal die Woche nachzuputzen - haha), Kind 1 und 2 rausgeworfen.

7.10 h- Kreuzworträtsel (unergiebige Lösung),  Kaffee, nachgedacht

7. 30 h Kind 3 geweckt, dass nach einer Minute erstaunlich munter wirkt, da es den LETZTEN also wirklich ALLERLETZTEN Tag im Kindergarten hat

7. 35 h - geduscht, erfahren, dass die Lieblingserzieherin Geburtstag hat, in den Garten gesprintet (Rasen nass, seeehr nass), Blumen gepflückt

7.45 h- Kind 3 zieht sich an, plappert vor sich hin, ich binde Blumen, mache eine Ladung Cornflakes, nächste Brotdose, räume die Küche auf

8.20 - wir laufen in den Kiga, vergessen die Blumen

8.30h - Verabschiedung von den Erzieherinnen (ohne Tränen nach zwölf Jahre, weil sie noch zum Kaffeetrinken kommen), ab nach Hause

8.40 h- Sachen einpacken, Blumen noch wegbringen, tanken, ab ins neue Haus

9.00 h- Rosenschere suchen (noch nicht gefunden), mit drei Schreinern sprechen (Kellerregal, neue Wand)

9.05 h - die neue Putzhilfe stellt sich vor, hat tausend Fragen, die ich in diesem neuen Haus auch noch nicht beantworten kann, kommt aber ab Fr und putzt das neue Haus durch

9.45 h - kurzes Gespräch mit dem Schreiner,

10.00 h - ab zu Ikea, Hanau.
11-00 - 13.00 - Küchenmöbel (die ein Schuhschrank werden) bestellen in der KÜchenabteilung (was für eine Latscherei), Scharniere (nicht da!!! kein einziges!!!) per Post bestellen, Hotdog, Kaffee, Warenausgabe (Waaaaarten!!),eine Milliarde Pakete einladen,heimfahren

13.05 - Kaffee über Klamotten und elektrische Handbremse geschüttet

14.00 h - wieder im neuen Haus, eine Milliarde Pakete ausladen, boah.

14.30 h - zu Hause, zwanzig Minuten Pause (wo ist das neue Sims-Update???), Kaffee, duschen, umziehen, Klamotten in die Waschmaschine

15.10 h - zwei Handwerker am Telefon erreicht - Danke, lieber Herrgott!!

15.20 h- einen pubertierenden Konfirmanden davon überzeugt, dass man 90 Minuten Konfiunterricht überleben kann

15.30 h - Lieschens letzter Tag im Kiga mit offiziellem Rausschmiss (Flug auf die Matte)

15.45 h- zu Hause, letzer Klumpatschenkram für Lieschen für die Schule eingesammelt (Gummistiefel sind schon in Kisten, da müssen die alten ran), beschriftet und in die Tüte geworfen

16.00 h- nochmal Obi 2 - mit Lieschen

16.15 h - die zweite Mahlzeit des Tages, Currywurst mit Pommes. Vitamine werden überbewertet.

16.30 h- zweimal Lieschen fast erschlagen mit 2m-Brettern

16.40 h - Lieschen mit einem kleinen Tobsuchtsanfall zur Minna gemacht, weil ich ihn fast mit einem Brett gevierteilt hätte (man stelle sich den Bericht in der Bild -Zeitung vor) -Lieschen verbringt die restliche Einladezeit weinend auf einer Mauer

16.50 h - Friedenspfeife geraucht

17.45h - im neuen Haus (Giessener Ring in der falschen Richtung gefahren), Bretter wieder ausladen, Auto umbauen für die Einschulungsfeier (alle fahren mit uns), Schreiner getätschelt, Auto umgebaut für sieben Personen, restliches Gemüse fürs neue Haus ausgeladen, Feinfilter für die Staubsaugeranlage mitgenommen,  nach Hause

18.00 h- Feinfilter in die Waschmaschine

18.05h - Klamotten aus dem Trockner

18.15 Küche aufgeräumt, Müll rausgebracht (auch die Tonnen), Kinder sind Selbstversorger, Schultütenholzspitze angemalt (Acryl ist schon verschwunden, Wasserfarben tun es auch)

18.30 h- Kind 2 zum Express-Autosaugen bewegt (der Deal - er muss eine Woche nicht den Geschirrspüler ausräumen, aber das war es wert - von dem Inhalt des Boden wäre eine Mäusefamilie ein ganzes Jahr satt geworden)

19.00 h- Rechner -und vor lauter Langeweile diesen Bericht geschrieben :)


Samstag, 30. August 2014

Umzug II

Mal wieder ein Lebenszeichen von mir aus dem Umzugschaos. 
Nach zweieinhalb Wochen Texel (Kaiserwetter, Sturm, Regen, Regenbögen, wieder Sturm - nur Schnee hat gefehlt)  sind wieder wieder in hessischen Landen und gehen unseren Umzug an.

Ich bin ganz stolz auf mich - der Keller ist so gut wie eingetütet (schon vor dem Urlaub erledigt), die Kisten stapeln sich unten und man kann unschwer erkennen, dass sie nicht die besten Qualität haben. Mittlerweile hält alles nur noch ineinander, aber was soll´s. Damit müssen die Umzugsleute klar kommen.

Stabiler wären sicherlich Bananenkartons gewesen (ich erinnere mich an diverse Schnorraktionen bei Edeka in Studentenzeiten), aber 200 Bananenkartons zu ergattern erschien mir utopisch und ausnehmend unpraktisch.

Nun geht es auf einmal ratzfatz.
Haus übernommen (waren nur noch klitzekleine Reste Müll da, nicht der Rede wert, aber ey, das wurde in den letzten Tagen ein halber Umzug - in der Ecke noch ein Trampolin gefunden, fünfzig Fußleisten in blau -wohl von den Vorvorbesitzerin, eine Kiste Altglas, Krücken......will sagen, der Stellplatz ist voll für die Sperrmüllabführ)

Nun die Entscheidung der Farben. Es sollen ja über 200 qm gestrichen werden.
Lieschen möchte unbedingt einen afrikanischen Sonnenuntergang. Bekommt er. Die Farbe rundherum muss der Maler entscheiden.
Mäxchen hat wie immer zwei grüne Wände.
Fränzchen bevorzugt das grau-blaue (Korrektur: blau-graue ) Interieur.
Der Göttergatte nimmt in seinem Arbeitszimmer ein solides porzellanweiß, Flur in marmorweiß, Decke in arktikweiß....wer da nicht an Loriot denkt....

Der Teppich (Wohnzimmer, 25 qm groß, nicht das Wohnzimmer, sondern der auszulegende Tepppich) überfordert mich ein wenig. Der Göttergatte hätte am liebsten einen Blauton - aber hey, ich kann blau nicht mehr sehen. Wir hatten jetzt vierzehn Jahre einen blauen Perser, auf dem drei Kinder in regelmäßigen Abständen draufgekotzt haben, es sind bestimmt fünfzig Fläschchen darauf ausgelaufen...dafür sieht er noch gut aus. Aber die Farbe möchte ich nicht mehr.

Das Thema Gardinenleisten kann zu schlaflosen Nächten führen.
Ziehen wir doch ein furzvornehmes Haus mit INTEGRIERTER STaubsaugeranlage ein und haben einen potthässlichen Whirlpool, hat der vorherige Eigentümer mit Ikea-Schiebegardinen vorlieb genommen.
Nicht falsch verstehen- ich finde Ikea prima. Wenn man nicht zulange dort verweilt.
Aber diese Schiebegardinen - die sind wirklich ein Verbrechen.

Denn.......Trommelwirbel.......die sind nicht waschbar!! Die werden in Metallleisten eingeklemmt, die wieder auf komplizierteste Art und WEise in das Schienensystem geschraubt werden. Und das war´s. Für alle Ewigkeiten. Wenn man sie abnehmen möchte, muss man alle Schienen mit einem Supidupiminiimbusschlüssel wieder abschrauben und dann, vielen Threads in diversen Foren zufolge, den Kram in der Badewann sanft reinigen.
Ohne mich. Bei mir kommt alles in die Waschmaschine und was nicht überlebt, fliegt.
Der Transport einiger Gardinen hat nach Hause hatte schon fast eine Dreckvergiftung zu folge. Man macht sich keine Vorstellung, wie Gardinen, auch in einem Nichtraucherhaushalt, nach ein paar Jährchen stinken könne.
Naja, manche :) haben die Waschmaschine überlebt, aber in Summe mache ich Neue, model das System ein wenig um (Klettverschluss und so) und dann ist alles leicht abnehm- und waschbar.

Noch so ein Thema ist die Thuja-Hecke.
Eine Freundin sagte: Thuja kommt gleich hinter Plastik . Jip.
Raus damit. Braucht jemand zufällig 60 Thuja-Pflanzen?? Ich hätte sie kostenlos abzugeben.

Nun denn, so kann es noch länger weitergehen.
Die Kinder sind ein wenig aufgeregt und unausgelastet, Lieschen wartet sehnsüchtig auf die Schule (geht aber nochmal eine Woche in den Kindergarten), die Schultüte habe ich fast fertig (zeige ich dann) und die Tage rasen. Noch 30 Tage bis zum Umzug.....ächz.....


Montag, 21. Juli 2014

Umzug I

Ist ja interessant, wie man sein eigenes Haus sieht, wenn es an einen Umzug geht.
Ich tendiere dann dazu, alles rauszuschmeißen (jaaa, ihr Lieben, auch Stoffe)-
aber mir tut es in der Seele weh, liebgewonnene Dinge, die man einfach nicht mehr braucht, am Wertstoffhof zu entsorgen. Aber was soll ich mit hundertausend Kleinkindbüchern, Murmelbahnen (nur noch eine Murmel da), Kindergartentischen (rausgewachsen), Gartenstuhl (nicht mehr zum Sitzen geeignet), gefühlte eine Milliarde Plastikbecher....und...und....und....

Die beliebteste Methode (also MEINE beliebteste Methode...die Nachbarin hasst mich dafür): Erst  alles vor die Haustür stellen mit einem netten Schild: Zu verschenken.
Bisher bin ich dadurch losgeworden
* acht komische Stapelkisten, die ich in einem Anfall geistiger Umnachtung der Blumenhändlerin abgenommen habe (die ihr Geschäft aufgelöst hat)
* den großen Gartenstuhl (vorne kaputt) - glückliche neue Besitzerin, die darauf ihre Blumentöpfe lagern möchte (ich habe ihr den Stuhl nach Hause gefahren - war doch ein bisschen sperrig für die Sackkarre)
* Kindertisch von BIG - Kita glücklich
*Murmelbahn für die Mäusegruppe
* gefühlte tausend Plüschis (einfach vor den Kindergarten gestellt - fand begeisterte Abnehmer)
* drei Bücherkisten (für die Bücherei in der Kita)
* Laufrad, Dreirad, Roller (ok - von Puky, aber uralt, Laufrad noch ohne Bremse)
*Kindertafel (die Gemeindepädagogin wollte das Teil mit dem Fahrrad transportieren, da habe ich ihr doch von abgeraten)

Bisher ein erfolgreiches Geschäft. Sicherlich, ich hätte auch alles bei ebay reinsetzen können, aber das ist eine megamäßige Arbeit und bringt wenig. Die glücklichen Gesichter der neuen Besitzer war es bisher wert.

Hat jemand einen Tipp, wie ich Zimmerpflanzen loswerden kann?? Ich habe gar nicht viele, aber die kann ich in dem neuen Haus nicht gebrauchen, da es ausschließlich Fenster bis zum Boden gibt.

Stoffe habe ich auch gnadenlos aussortiert. Diese trilliarden Fitzelchen bringen einen um den Verstand. Vielleicht werden jetzt aus ihnen neue Putzlappen. Auch was Nettes :)

Das Netteste, was ich bei meiner bisherigen Räumungsaktion gehört habe, war die ältere Frau, die den Gartenstuhl genommen hat. Sie tätschelte mir nur den Arm und sagte: "Ist für die Nachhaltigkeit. Unsere Kinder und Enkelkinder werden es uns danken, wenn nicht alles planlos weggeworfen und verbrannt wird." Recht hat sie.

Zwischendurch sind schon mal fünfzig Kisten angeliefert worden Sauschwere Dinger, aber stabil. 
Aber eine Frage stelle ich mir noch: 
Wieso sind ausschließlich ALLE Umzugsmenschen tätowiert?