Mittwoch, 30. Januar 2013

Der Apfelmann



Bisher war ich immer davon überzeugt, dass man mich nicht so schnell über´s Ohr hauen kann. Ich kaufe keine Teppiche an der Tür, vergleiche die Preise bei größeren Anschaffungen (obwohl ich dann doch manchmal zum Lieblingsladen gehe   das macht sich manchmal bezahlbar, wenn man gekannt wird) und kapiere auch, wenn die Super-Mega-Duper-Sonderaktion von Geschirrspülertabs mit der KOSTENLOSEN Dose WESENTLICH teuer sind als die Normalos im Regal.
Bis mein Apfelmann kam.
Der Apfelmann klingelt fleißig an den Haustüren mit seinem kleinen Lieferwagen und vertickt Orangen, Mandarinen, natürlich Äpfel und Kartoffeln. ich weiß nicht woher er sie hat - vielleicht sind sie auch irgendwo vom LKW gefallen :) . Mir ist es egal. Die Ware ist gut und es wird mir direkt in die Garage geschleppt und ich brauche mir keine Gedanken mehr zu machen, dass schon wieder keine Äpfel da sind (das einzige Obst, was meine Kinder immer zuverlässig essen. Nicht zu vergessen meinen Göttergatten, der ohne Apfel im Müsli morgens GANZ knatschig wird)
Heute Morgen erwischte er mich. Sieben Minuten vor neun. Ich hatte also noch genau 6  Minuten und 30 Sekunden Zeit, den Lütten anzuziehen, ihn aus dem Haus zu püstern und in den Kindergarten zu zerren. Denn um Punkt neun beginnt der Morgenkreis. Und dann ist kein Zutritt mehr gestattet.
Also - wie gesagt - sechs Minuten Zeit bis zum Kiga und Apfelmann mit seinem charmanten Lächeln.
Ich brauche nie mehr als zehn Kilo Äpfel und zehn Kilo Orangen. Der Rest vergammelt mir meistens. ICH WEIß DAS GENAU!! Und schwuppdiwupp - habe ich - nach kurzem zaghaften Wehren meinerseits und einem noch charmanterem Lächeln seitens des Apfelmanns 15 Kilo Äpfel (wenigstens gemischt) und 20 (!) Kilo Orangen in der Garage. Wie macht der Kerl das???


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