Donnerstag, 17. Januar 2013

Der Beginn eines ganz normalen Morgens




Es ist ja wunderbar, dass ich im Moment noch nicht einer geregelten Arbeit nachgehen muss und den Luxus habe, mich (vermeintlich) in Ruhe um die Kinder kümmern kann.  Aber wenn man sich um neun Uhr überlegt, was man schon alles erledigt hat, könnte man eigentlich schon wieder ins Bett fallen :)

Vor vorne: Wir sind morgens nicht die Fittesten. Deshalb sehe ich schon zu, dass die wichtigsten Dinge noch abends erledigt werden, damit nicht morgens um sieben die Katastrophe über uns hereinbricht. Aber alle Eventualitäten kann auch ich nicht hellseherisch erkennen - und so wurde es doch hektisch.

Die Großen und ich haben uns irgendwie um viertel vor sieben zum Frühstückstisch gearbeitet (Toastbrot, Tee, eine schnelle Angelegenheit) und Fränzchen musste los. Ranzen war gepackt! Ein Segen! Aber Du Schreck - heute ist ja Schwimmen angesagt. Ich losgeflitzt, schnell die Schwimmtasche gepackt. Wo ist der Zettel mit der Bescheinigung, dass er vom Dreimeterbrett springen kann??????? An der Pinnwand - dem Himmel sei Dank. Schnell noch das Frühstück in den übervollen Ranzen geknäult, Kind fertig, ein Handschuh weg!  Zwei Minuten später gefunden. Dachten wir - jetzt waren es zwei Linke. Seufz - andere Handschuhe vom Papa rausgerückt ( hoffentlich bringt er sie wieder).

Das erste Kind aus dem Haus - schon kam das zweite. Wieder ganz kurzfristige Panik - Schuhe weg. Die hatte ich als liebende Mutter abends auf die Heizung gepackt. Schnell noch die Teile neu imprägniert (sonst hätte er fünf Minuten später wieder nasse Füße gehabt), Beutel mit Kunstutensilien (gestern zusammengesucht, zig Pappkartons, Klopapierrollen ..das Klopapier liegt abgerollt im Bad, Paketklebeband etc.) zusammengeknotet, Handschuhe da! Juchhe! Nummer 2 verschwindet zur Fahrgemeinschaftet.

Nun ist noch das Lieschen dran. die kleine Schlafmütze, die bis neun im Kindergarten sein soll. Und wir brauchen Zeit - schnell ist hier nicht.

Lieschen auf das Zärtlichste geweckt, gleich den ersten Anranzer kassiert ("Geh weg, mach die Tür zu!!"), dann im Express duschen, damit ich auch einigermaßen vorzeigbar aussehe. Im Hintergrund höre ich zum gefühltesten tausende Male die Cassette mit den Oktonauten und der Weihnachtsüberraschung ("Oktonauten,. in den Schleusenraum!")
Ich stehe fix und fertig vor dem Bett und der junge Mann ist gnädig bereit, mir zu folgen. Aber Anziehen ist noch nicht - "seine Füße seien so mieede".

Nun denn - mit einem Toastbrot im Magen steigt die Lieschenlaune. Das Anziehen bewerkstelligt er mit meiner Hilfe (ich muss mit geschlossenen Augen bis 100 zählen - das funktioniert erstaunlich gut), aber dann : Ich Kamel habe den gestern gewaschenen Schneeanzug ( reingepullert und in diesem Aggregatzustand nicht mehr zu verwenden) vergessen, zu trocknen.

Ab in den Keller - bestimmt findet sich noch eine Ersatzhose (bei dem Jüngsten finden sich immer Klamotten im Keller ). Bingo - Schneehose, etwas zu groß.

Die Lösung findet nicht Lieschens Gefallen - er knotzt und zetert, dass diese Hose eine Zumutung sei - aber er beißt auf mütterliches Granit. Nur mit Jogginghose in den Kindergarten ist nicht, also Schneehose oder Strumpfhose und Jeans.

Schnell noch die letzte Frühstücksbüchse gepackt (die Büchsen waren gestern wie von Zauberhand weg - ich habe alleine drei (!) in Fränzchens Ranzen gefunden) und es kann in den Kindergarten gehen. Zu Fuß - es sind nur 200 Meter.

Mein knotzeliges, kleines süßes Geschöpf öffnet die Tür, fängt an zu lächeln und sagt: "Mama,. es schneit Babyschneeflocken!"...und dann sind wir mit wieder gewonnener guter Laune losgetrabt.
Und ich hätte anschließend gut ein Nickerchen machen können....

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