Mittwoch, 30. Januar 2013

Naaaainichwillniiiiiicht!

Gestern nachmittag: Ich hole Lieschen aus dem Kiga ab.

Naaaainichwillniiiiiicht meine Strümpfe anziehen...Naaaainichwillniiiiiicht, dass Du alleine weggehst, ich ziehe keine Strümpfe an (es wäre auch ohne gegangen, aber doch etwas ungemütlich) Naaaainichwillniiiiiicht, dass Du auf dieser Straßenseite läufst (die anderere war total vereist), Naaaainichwillniiiiiicht meine Jacke aufhängen....meine Tasche tragen.....ins Wohnzimmer gehen....mir die Nase putzen.

Als er merkte, dass seine Frau Mama schon etwas ungeduldig wurde, änderte sich
wie von Zauberhand der Modus von Naaaainichwillniiiiiich in ein Erstwenndudiesesundjenestustmachich.

Spätestens da wusste ich, dass es ein anstrengender Nachmittag wird.

Das liebe Lieschen wollte unbedingt Fernsehen gucken, zwanzig Milchschnitten essen, alle fünf Minuten eine Süßigkeit, mehrere neue Spielzeuge und wenn alle diese Bedingungen erfüllt seien, wäre er eventuell bereit, alleine auf Toillette zu gehen, den Müll, den er produziert hatte, wieder wegzuräumen und dann, aber auch nur dann würde er auch nicht meine Perlenkette verschenken und mich anderweitig bestrafen.
Woher hat so ein kleiner Zwerg solche Maßnahmen her?? Von mir nicht.
Es gab an diesem Nachmittag mindestens fünf Wutanfälle, zehn Tränenausbrüche.

Ich weiß, ich hätte mit ihm nochmal rausgehen sollen. Aber ich konnte einfach nicht, Immer noch zu krank. Und ganz ehrlich: Wahrscheinlich hätte sich sein Benehmen woanders auch nicht geändert.

Und ich bin hart geblieben. Keine zwanzig Milchschnitten, sondern eine und einen Apfel, keine Geschenke und auf die Toillette musste er auch gehen. Ich bin eine Rabenmutter!!!

Und das hat sich ausgezahlt.

Heute präsentierte sich mir von morgens bis abends ein herzallerliebstes reizendes Söhnchen, kooperativ bis zum "geht-nicht-mehr",nett zu seinen Brüdern, er räumte seine Sachen weg, das Abendbrot war völlig komplikationslos, Zähneputzen ging prima, das kleine Würmchen schläft.

Geht doch.

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