Freitag, 1. Februar 2013

Jungenspielzeug? Mädchenspielzeug?



Schon bevor ich selber Kinder hatte, war ich felsenfest der Überzeugung, dass die Vorlieben der Kinder bezüglich ihrer Spielsachen hausgemacht sind. Sprich: Wenn das Mädchen nur Puppen im Angebot hat und noch nie ein kleines Auto gesehen hat, wird sie wahrscheinlich, da sie es so kennt, am liebsten mit Puppen spielen. Das Gleiche gilt für die Jungen -  überspitzt formuliert: Mädels lieben Barbies, Püppchen , niedliche kleine Pferdchen und Jungen lieben Autos, Panzer und die dazu passende Kleidung 
Diesem Klischee wollte ich nie folgen. Natürlich sollten meine Kinder alle Angebote haben, um selbst entscheiden zu können.  Und daher bekam  Fränzchen  selbstverständlich zu seinem ersten Geburtstag einen ganz allerliebsten Puppenwagen (mit schwachem Protest des Göttergatten). Und etwas später eine sündhaft teure politisch korrekte Puppe dazu. Das Kind soll ja schließlich frei entscheiden....  Autos hatte er übrigens auch....das Erste, als er neun Monate alt war. Er war entzückt.

Lieschen bekam zu seinem zweiten Geburtstag von meinem Schwesterherz ein gigantisches Puppenhaus. Mit Beleuchtung, Einrichtungsgegenständen, die man mit der Lupe suchen muss (ich erinnere nur die Flipflops eines Kinderpüppchens - das arme Kind wird Zeit seines Lebens schuhlos durch die Gegend laufen müssen), unzählige Mikropfännchen, klitzekleine ArcheNoahs mit noch klitzkleineren Bewohnern - kurzum: Der Alptraum jeder Mutter und der Traum eines jeden Staubsaugers.

Der Puppenwagen wurde damals erst zu einem fahrbaren Einkaufsladen und dann einfach zu einem Auto umfunktioniert. Die Puppe landete für Jahre im Keller und jetzt in einem bekannten Auktionshaus. Die kleinen Autos von Fränzchen haben wir immer noch.

Und das ist mit dem Puppenhaus passiert:


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