Montag, 18. Februar 2013

Lieschens Pfötchen

Die Faschingswoche ist um - hallelujah. Fünf Übernachtungen von Schulfreunden in unserem Haus, Fränzchen hat in der Schule übernachtet um kam mit dunklen Ringen unter den Augen nach Hause, dreimal Kinder geschminkt und verkleidet (wobei es mir Mäxchen einfach gemacht hat - er ging als Minecraft-Püppchen), Lieschen war einmal Ritter und einmal Pirat und ich habe gefühlt hundert Kinder in dieser Woche in meiner Küche verköstigt.
Ab heute ist wieder Alltag: Schule und Kindergarten - wunderbar....obwohl es kein Spaß ist, morgens gut gelaunt schlecht gelaunte Kinder zu püstern, ohne dass sie gleich in Tränen ausbrechen.

Nach dem letzten Kinderarztbesuch hatte ich mir nun vorgenommen, das kleine süße Lieschen mal etwas mehr zu fordern, was seine kleinen Pfötchen betrifft. Die Standardsachen kenne ich - angefangen vom Bohnenbad bishin zum Malen, Kneten (kann ja auch mal Plätzchenteig sein), Fädeln, Falten, Ausschneiden, einfach viel die Hände bewegen und dabei Sicherheit erlangen - das sollte doch jetzt nicht so schwer sein.

Aber was soll ich sagen: Nach sechs Tagen, in denen ich den Plan hatte, jeden Tag wenigstens ein klitzekleines bisschen mit seinem Söhnchen zu "trainieren", BEWUNDERE ICH ALLE ERGOTHERAPEUTEN DIESER WELT!!!!

Ich weiß, dass man am Ball bleiben muss stetig nach dem Motto: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, aber dass es so schwierig sein kann, einen fast Fünfjährigen dazu zu bewegen, einen Stift in die Hand zu nehmen, das hätte ich nicht gedacht. In der Sekunde, in der Lieschen gemerkt hat, dass ich was von ihm will, hat er sofort dicht gemacht und sagte nur: Das kann ich nicht. Das musst Du machen. Pfffft.....

Schiffe falten - klar das wollte er. Wobei sein Auftrag darin bestand, mich zu beobachten und zu kritisieren :)  Wenigstens hat er kleines Nupsi darauf gemalt, einen RIESENklecks Kleber darauf verteilt (und wollte dann schon gehen, da es zuviel Kleber war...ich weiß gar nicht, woher das Kind diese Ansprüche hat) und dann noch grooooßzügigst Glitter verteilt.  Aber ich gebe nicht auf.

Gestern haben wir Geburtstagseinladungen fertig gestellt. Text darauf gedruckt, außen ein kleines Luftballonmandala, seine Aufgabe bestand darin, neben die Textsprechblase ein Sticker mit einem Bild von ihm aufzukleben zwei kleine der zahlreichen Luftballons auszumalen.

LIESCHENSTREIK!

Nur mit der sanften Druckmethode, dass man dann auch keine Kinder einladen könne, wenn man keine Einladungen hat, ließ sich das Mäuschen dazu bewegen , einen Stift in die Hand zu nehmen. Und ich gebe zu: Das ist für ihn auch wirklich frustig! Er hat in jede Einladung ein kleines Loch figuriert, da er zu lange auf einer Stelle malt, als wenn er die Ränder des Motivs noch nicht wahrnehmen würde....komisch....Bilder aufkleben ging.....und  - man glaubt es nicht: Er hat unter jede Einladung seinen Namen geschrieben. Lesbar!!

Heute wünschte sich der junge Mann das Kneten. Haben wir ewig nicht gemacht. Die Knetkiste war eine reine Fundgrube (inclusive eines Gardinenstangenaufsatzes, den ich schon seit einem halben Jahr suche :) )
Auch hier werden eher die Spaghetti-Maschine vollgestopft und bedient, er kann ausstechen und ein bisschen mit dem Messer särbeln, aber die Knete in die Hand nehmen und formen - das macht er nicht. Mal schauen. Ich gebe mir und meinem Programm ein halbes Jahr :)

Und hier noch ein paar Knetergebnisse für die Nachwelt

Hier stellte Lieschen fest, dass es viel vergnüglicher ist, Abdrücke in den Arm statt in die Knete zu pressen - war eine etwas schmerzhafte Angelegenheit...


Der mütterliche Versuch einer aufgeschnittenen und dann aufgespießten Knet-Salami...ich muss noch üben - die Punkte in der Salami wollten mir nicht gelingen



Hier - völlig eindeutig zu erkennen - Wendy (der Kompagnon  von Bob dem Baumeister).....


Der Einsatz einer Zwirbelmaschine



Und Spaghettis zum Schluss - diese Maschine ist sowas von unpraktisch - das ältere Modell ist wesentlich besser....aber es sieht lecker aus :)




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