Sonntag, 28. April 2013

Kinder und Parasiten

...sind keine gute Kombination.....

Gestern abend.
Lieschen schläft. Fränzchen schläft. Mäxchen schläft. Und der Göttergatte sowieso.

Gegen halb elf will ich auch in die Heia gehen und höre leises Wimmern aus Lieschens Zimmer.
Das Wimmern wird lauter, wieder leiser....als dreifache Mama weiß ich, dass es unter Umständen ungeschickt sein kann, hineinzugehen. Aber dann wird es unüberhörbar.

Das Lieschen weint im Schlaf. LAUT!  Ich fasse ihn an und frage, was los ist. Er wird wach und ruft völlig panisch: MEINE POPO-RITZE TUT WEH!!!!!!!!!

Also gut, vielleicht ist es wund. Nachgeguckt, nix zu sehen, Multilind drauf, beruhigende Worte, wieder gegangen.
Das hat aber nicht geklappt. Eine Viertelstunde später wieder das gleiche Szenario.

Ich habe in der Zeit von halb elf bis nachts um eins

- nochmal Multilind geschmiert
- zwei Kühlpackungen verteilt,
- beruhigende Worte gemurmelt
- eine Dosis Ibuprofen in die Menge geworfen
- in höchster Verzweiflung eine Creme mit Lidocain drauf geschmiert (hat besser geholfen als das Ibu)
- einen Plüschhund zwischen die Beine geklemmt (der ganze Popo war ein einziger Muskelkrampf)

und dann ist er endlich eingeschlafen. Und hat bis sechs Uhr morgens im Schlaf gewimmert. Dann war Ruhe.

ICH habe morgens Streichhölzer gebraucht, um die Augen aufzuhalten. Die Zeiten, in denen man mehrfach nachts aufsteht, um morgens gut gelaunt aufzustehen, sind anscheinend vorbei.

Und ich hatte ja schon so eine Ahnung. Denn vor vier, fünf Wochen hatten wir das gleiche nächtliche Procedere schon einmal. Und da bin ich - Mister Google sei Dank- sofort auf Madenwürmer gestoßen.

Damals habe ich den Stuhlgang mit dem Wattestäbchen umgerührt...lecker... (guter Tipp, wenn die Sitzwanne gerade an andere Notleidende verliehen ist....einfach eine große Ladung Zeitungspapier in die Toilette - das funktioniert großartig) und untersucht und nix gefunden. Und dann ist es in Vergessenheit geraten, da das Lieschen diese Beschwerden nur einmalig hatte.
Und ich wollte es auch vergessen.

Kein Wunder, dass ich nichts gefunden habe. Madenwürmer sind pupsklein. Und die Eier findet man am Darmausgang nur durch einen Analabklatsch (super Wort, oder??....das ist umgangssprachlich ein Klebefilm, der morgens direkt nach dem Aufstehen aufgeklebt wird und daran bleiben die Eier haften)

Und was die Madenwürmerweibchen des nächtens veranstalten, spare ich mir an dieser Stelle. Ich glaube, dieser Blog würde auf eine TuDirDasNichtAn-Liste kommen   *kicher* 

Wer es willen will  https://de.wikipedia.org/wiki/Madenwurm


Also morgens zum Kinderarzt. Und was isses??? Madenwürmer - zu 99,9 %.
Keine weitere Diagnostik, sondern ein Wurmmittel (wie bei den Katzen und Hunden - einmal heute und noch einmal in drei Wochen, damit eine Selbstansteckung vermieden wird) Gegen Juckreiz nachts Fenistil-Tropfen, gegen Schmerzen Ibuprofen.

Übertragung durch Spielen im Garten, Spielplatz etc.  

 Familie wird nicht mitbehandelt.



Aber wenn ich den GERINGSTEN Verdacht habe, werfe ich dann auch das Wurmmittel in die Menge.

Das ist wirklich eine unappetitliche Geschichte.

Ich dachte, ich hätte bei drei Kindern schon einiges durch, aber da habe ich mich wohl geirrt....

Kommentare:

  1. Das arme Lieschen. Gute Besserung!

    Ich glaube übrigens, man kommt mit dieser Menge an Schlafmangel nur in der Stillzeit gut zurecht. Da helfen die Hormone.

    Liebe Grüße,
    Henriette

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  2. Danke, Henriette! Ich habe diese Müdigkeit auf das Alter geschoben.....aber neeee, diese nächtlichen Attacken kann kein Mensch brauchen.
    Aber Lieschen geht es schon besser!!

    Liebe Grüße
    Julika

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  3. Oh Ihr Ärmsten, sowas wünsche ich nicht mal meinem ärgsten Feind. Viel schlimmer noch als der Versuch der Ursachenfindung finde ich dieses Gefühl, meinem Kind nicht wirklich helfen zu können in der Nacht. Man tröstet und sucht die Hausapotheke durch und das Kind leidet trotzdem.

    Ich drück die Daumen, dass Ihr diese Viecher schnell und dauerhaft loswerdet.

    Nen lieben Gruß von Antje

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  4. Vielen Dank, liebe Antje! Die Nacht war ÄTZEND! Finde mal etwas zur Betäubung der Poporitze (*lach)- und das arme Kerlchen war sooooo verzweifelt. Jetzt geht es ihm schon besser und die Nächte war wieder ruhig.
    Liebe Grüße
    Julika

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  5. Liebe Julika,
    solche Bewohner sind uns bisher erspart geblieben, Läuse, ja klar: Sohn 1 hat sie aus der Schule mitgebracht und an Sohn 2, und die Eltern der beiden abgegeben, Kommentar des Arztes damals: "Man sieht ihr seid eine Familie, ihr hattet Körperkontakt."

    wünsche Deinem Sohn gute Besserung und Vernichtung der Viecher für immer, äääh mir fällt gerade ein, die Katzen müssen entwurmt werden.
    herzlich Judika

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Danke für Deinen Kommentar - ich freue mich über jeden Einzelnen!!