Sonntag, 9. Juni 2013

Stoffmarkt - Premiere

Letzte Woche unterhielt ich mich mit der Lieblingsschwägerin über die hier zum Teil katastrophale Suche nach bezahlbaren Stoffen und mir fiel ein, dass ich kürzlich gelesen hatte, dass es in der Nähe einen Stoffmarkt geben solle.

Gestern fing meine Google-Suche wieder von vorne an und ich wurde fündig. Stoffmarkt. HEUTE!!!
Schnell die Schwägerin angerufen, sie überredet, schon vor der Eröffnung da zu sein, Kind und Kegel informiert, morgens um neun schon Hackfleisch-Nudel-Auflauf vorbereitet (brrr....morgens schon Tomatensauce abschmecken ist gar nicht nett) und schon ging es heute morgen bei strahlendem Sonnenschein los. 
Die Wettervorhersage verkündete für den Vormittag gutes Wetter (ggf. ein klitzekleinesminibisschen Niederschlag).

Gegen 10.15 Uhr kamen wir an. Der Stoffmarkt eröffnet um 11.00 Uhr (offiziell). Die Parkanweiser hatten schon alle Hände voll zu tun, denn es wurde fleißig verkauft. Wie uns eine redselige Dame berichtete, schon ab neun (Merke: Beim nächsten Mal schon um halb neun mit Kaffee dort aufkreuzen!!)
Die ersten Stände waren reichlich desillusionierend. 17 - 20 Euro der Meter - viel Tüdelütt - zu teuer, wenn man vorhat, dem Lieschen mal eine neue Bettwäsche  zu nähen. 
Es bewölkte sich.

Dann ein Riesenstand. Schöne Stoffe, Standard-Stoffe, quer durch den Gemüsegarten. Ich wurde fündig. Ein süßer Auto-Stoff - drei Euro - das war machbar.
Es donnerte.

Während die Schwägerin brav wartete zu bezahlen (ich sagte: Die Schlange war dort groß) klapperte ich den Rest des Standes ab und fand noch Basis-Sweat für einen Rock und ein Sommer-Oberteil, Stretch-Stoff für einen Loop (nicht für mich, ausnahmsweise für die wartende Schwägerin).
Es fing an zu regnen.

Und wir warteten mit unserer Beute.
Es regnete stärker. 

Der gute Mann am Stand schnitt meine zahllosen Stoffe zurecht, die Nachbarinnen wurden schon ganz nervös, es regnete stärker und pünktlich nach meiner Bezahlung ging ein Unwetter los, wie ich es draußen noch nicht erlebt habe. 

Es goss in Strömen, es blitzte, es donnerte (laut) und viele Anwesende machten sich langsam Sorgen um die Sicherheit unter den Ständen.

Nun, ich hatte ganz andere Sorgen, denn der Wasserinhalt eines Zeltdaches hatte sich gerade ganz elegant in mein Dekolleté ergossen - frisch, so eine Dusche am Morgen.
Da ich ja nun schon mal nass war, hatte es auch keinen Zweck mehr, unter dem abgegrasten Stand zu stehen und ich bin weiter flaniert und habe Diskussionen über die armen Stände, die Klimaerwärmung und die schlechte Wettervorhersage mitgehört.
Niedlich war auch eine Frau, die das Zeltdach entlasten wollte und von unten gegen drückte. Leider hatte sie ihre Nachbarin nicht bemerkt, die mindestens zehn Liter Wasser abbekam und reichlich empört war.

Nach einer Dreiviertelstunde und einem Pilzstöffchen mehr, vielen, vielen Eindrücken und Erfahrungen (kann mir mal jemand sagen, was Westfalenstoffe sind?? Die werden mit Golddukaten aufgewogen!!), vielen schrecklichen Taschen nebst Nähanleitungen haben wir beide pitschnass den Stoffmarkt verlassen.

Für´s nächste Mal:

Früher kommen!!
Regenschirm mitnehmen!!!

Kommentare:

  1. Haha, herrlich deine Beschreibung von dem Tag! Ich wollte letzte Woche auch zum Stoffmarkt, aber habe mich gar nicht erst auf die Socken gemacht wegen dem Wetter (an diesem Tag stimmte der Wetterbericht und es regnete den ganzen Tag)!
    Viel Freude mit deiner Ausbeute und einen schönen Sonntag Abend vom Hauptstadtmonster

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  2. Haha,...das hört sich nach einem herrlichen Tag an. Wo wart ihr denn auf dem Stoffarkt?
    Viel Spaß beim verarbeiten.
    Wegen der Puschen habe ein Schnittmuster bis gr 35 also werde ich die noch laaaange nähen.
    Ich selbst habe auch ein Paar, das habe ich geschenkt bekommen ich liebe es!

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Danke für Deinen Kommentar - ich freue mich über jeden Einzelnen!!