Mittwoch, 10. Juli 2013

Sommerferien

....können toll sein. Keine Schule, Ausschlafen, Schwimmbad.

...sind noch besser, besonders, wenn man eine coole neue Digitalkamera zum Geburtstag geschenkt bekommt.

...sind nicht so schön, wenn man sich pünktlich zu Ferienbeginn eine dicke, fette Erkältung zuzieht.

...machen Spaß, wenn die Frau Mama sich morgens schon zum Schwimmbad breitschlagen lässt.

...bedeuten drei Wochen Nordseestrand...leider erst in zwölf Tagen.

...sind die Zeit, in der man sich ausgiebigst mit dem Bruder streiten und wieder vertragen kann.

...sind die Zeit, in der man sich gar nicht richtig anziehen muss und die Mama auch nicht mault wenn man mittags noch im Schlafanzug herumturnt.

...sind wirklich scheiße, wenn man gerade mit dem Ellbogen die nagelneue Digitalkamera heruntergestoßen hat und sich nun das Objektiv nicht mehr öffnet.


Gezeichnet

Fränzchen



Nachtrag der Frau Mama:

Was tun, sprach Zeuß???
Hundertachzig Euronen hat das Ding gekostet. Genau dieses Manöver hatte er auch vor drei Jahren mit einer wesentlich kleineren Kamera.
Auf der einen Seite sage ich: Büßen. Pech gehabt.
Auf der anderen Seite: Bin ich nicht auch verantworlich, wenn ich einem Kind oder jetzt fast Jugendlichen, der natürlich nicht in der Lage ist, so einen Verlust zu ersetzen, so ein Objekt schenke?  Jaa, er ist ein Schlumpi vor dem Herrn, aber: Wir finden alles wieder, ich habe selbst den drei Wochen verschollenen Turnbeutel nicht ersetzen müssen (er hat ihn selber im Lateinraum gefunden - die Reinemachefrauen haben ihn einfach dort stehen lassen). In Summe rettet er alles über seine Cleverness. Heute- das war wirklich ein doofer Unfall. Genau, wie es mir vor einem Jahr passiert ist. Kamera futsch. Neu kaufen? Arbeiten lassen? Bis Weihnachten schmoren lassen??
Ihr hättet die Verzweiflung sehen müssen... mir hat es fast das Herz gebrochen...
Um Ratschläge bin ich dankbar. 

Nachtrag II:

Der Göttergatte hat es gerichtet und abends um elf, als er endlich von der Arbeit kam, die Ärmel hochkrempelt und das Objektiv wieder gerade gebogen. Bei mir wäre alles krumm und schief geworden - bei ihm läuft alles wieder "rund" .Und es funktioniert alles.
Gegen 23.10 Uhr habe ich dann noch Fränzchen geweckt, ihm von der Wunderheilung der Kamera erzählt, der Göttergatte hat von uns beiden einen herzallerliebstes verpenntes Bild gemacht, Fränzchen hat sich bedankt und ist wieder eingeschlafen.
Morgens um acht habe ich ihn dann gefragt, ob der Kamera schon wieder ausprobiert hätte. 
"Wieso, Mama??? Die ist doch kaputt!"
Der große Zwerg hat die nächtliche Aktion tatsächlich nicht in wachem Zustand mitbekommen. 

Nachtrag III: Fränzchens sehnlichster Wunsch ist nach wie vor eine Videokamera (öhöm, die nennt sich doch heute anders). Aber ich finde sie zu teuer.
Und nun ist er tatsächlich auf die Idee gekommen, dafür zu arbeiten.
Erstmal bei mir.
Das Leben kann wundervoll sein.
Ich habe für die nächsten Wochen einen abonnierten Gartengießdienst sowie einen Wäschefaltundeinräumdienst eingestellt.
In der Zeit kann ich noch mehr Täschchen nähen :)

Kommentare:

  1. Ich denke, ich würde ihn einen Teil selbst bezahlen lassen und den Rest dazu geben. So lernt er, dass solche Schäden teuer sind und weh tun, aber er muss trotzdem nicht ewig warten.

    Liebe Grüße,
    Henriette

    AntwortenLöschen
  2. Danke, Henriette , für Deinen Tipp. Ich hätte es wahrscheinlich auch so gemacht.
    Aber die Geschichte geht ganz anders weiter - die kannst Du oben lesen.
    Liebe Grüße
    Julika

    AntwortenLöschen
  3. Oh, wie erfreulich!
    Der Mann im Haus ersetzt... öhm wie ging der Spruch?
    Mein Hirn ist dank Schlafmangel im Sparmodus.

    Ich freu mich für Euch, dass das Objektiv wieder funktioniert und Du jetzt auch noch einen fleißigen Helfer im Haushalt hast.

    Liebe Grüße,
    Henriette

    AntwortenLöschen

Danke für Deinen Kommentar - ich freue mich über jeden Einzelnen!!