Dienstag, 14. Oktober 2014

Haustürkrise

Das mit den Haustürschlüsseln ist ja so eine Sache.
Klar habe ich einen. Der Göttergatte auch. Die Schwägerin auch. Und selbstverständlich die beste Freundin (die schon mitten in der Nacht bei mir sich leise damit reingeschlichen hat, um Ihren Haustürschlüssel zu holen...wieso sie meinen hatte und ihrer weg war, hat sich mir damals schon nicht erschlossen, aber ich muss ja auch nicht alles wissen).

Die Kinder (zumindest Fränzchen und Mäxchen haben auch einen - fest angebunden im Ranzen, aber wenig benutzt, da das Türschloss eines der widerspenstigen Art war. Muss man ja auch nicht üben, da ich im alten Haus - das kann ich jetzt ja sagen - immer die Haustür offen hatte. Nichts für ängstliche Gemüter, aber welche Diebe kommen schon zur Haustür rein???)

Nun ja, nun ist anders. Anderes Wohnviertel, größeres Haus mit Videoüberwachungstralala und Alarmanlage und Festplattenrecorder, der hier alles aufzeichnet...aber dadurch wird ein Haus auch attraktiver. Könnte ja was drin sein. Ist zwar nicht, aber das sieht man ja von außen nicht.
Von daher war nun meine Haustüroffenstehmethode nicht mehr adäquat.

Hätte ich jetzt Schlüssel verteilt (die nicht ganz zu der billigen Sorte gehören - nix mit Mr. Schlüssel und so - ) hätte ich, ganz grob gerechnet und alle Eventualitäten berücksichtigt (Schlüssel im Ranzen und extra einen für Nachmittags und so....) , mindestens zwölf Schlüssel benötigt (eingerechnet dem im super sicheren Gartenversteck).

Und da kam Fränzchen auf die Idee, sich ein Tipp-Tipp-Ziffernschloss anbringen zu lassen.
Biometrisch hätten wir auch gut gefunden, aber das ging nicht, weil Lieschen zu klein ist und das  Gerät Schwierigkeiten hätte, seinen pupskleinen Fingerabdruck zu lesen.

Also sind wir zur Tat geschritten, ein Unternehmen unserer Vertrauens beauftragt, am Nebeneingang (jaha - so etwas haben wir jetzt - dient vor allen Dingen als Dreckschleuse und Mäxchen ist sauer, weil er dort reingehen soll, da er es als Dienstboteneingang empfindet....aber jetzt nicht mehr) so ein Tipp-Tipp-Teil anzubringen.

Der Mensch hat auch nur sechs Stunden benötigt, aber es sitzt.

Leider hat er mich bei der Programmierung nicht befragt und nicht den mit den Kindern verabredeten Code einprogrammiert, sondern sich selber etwas überlegt.
War ja auch ok. Kann man ja angeblich selber umprogrammieren. 
Aber auch nur angeblich - die Anleitung ist auf englisch, verstehen wir auch alles, nur kommen wir damit auch nicht klar, aber das ist eine andere Geschichte.
 
Und damit Mäxchen heute nachmittag selber ins Haus kommt (und der Code ja ein anderer war - wir erinnern uns) habe ich ihn fett auf die Haustür mit einem Boardmarker geschrieben. Den Eingang kann keiner sehen, alles im grünen Bereich für eine Stunde.

Hat super geklappt - Mäxchen ist reingekommen - alles chicco.

Bis vorhin Sozzi meinte, es wäre vielleicht sinnvoll, den Boardmarker wieder abzuwischen.

Kein Problem, sage ich und wische etwas lustlos auf der Tür herum (auf einem White-Board geht dann sofort ALLES ab)

Was soll ich sagen, es ging ab, aber nur halb. Und auf der Tür steht, etwas verschwommen

nein , ich gebe hier nicht den richtigen Code an

1234 #    Raute -Taste nicht vergessen!!!


Schnappatmung :)

Fensterreiniger ging auch nicht - chancenlos.

Kunststoffreiniger hat sich in Luft aufgelöst.

Aber ich habe es geschafft. Na, wer errät, mit welchem chemiefreien Untensil der Rest der Farbe wegging??


Kommentare:

  1. Butter?
    Ceranfeldschaber?
    Axt?

    Man sollte übrigens den Code ab und zu ändern, weißt Du sicher. Sonst sind die vier Tasten bald so abgegrabbelt, dass Einbrecher nur diese vier so lange durchprobieren müssen, bis sie die richtige Reihenfolge raushaben.

    Liebe Grüße,
    Henriette

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  2. Hmmm, ich bin ahnungslos

    Liebste Grüße zu dir :-)

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