Mittwoch, 4. März 2015

Der Tag heute

Morgens Mäxchen verabschiedet in die Schule, Lieschen in die Schule gefahren, geräuselt, Küche geputzt, genäht (UFOS sind weg! Hallelujah) und auf Schreiner und Möbelspediteur gewartet.

*****
Der Schreiner war pünktlich und hat in die Glastür zur Garage (da stand früher ein Ferrari, bei uns sind es eher Pappkarton-Ferraris, Fahrrad-Ferraris und Tischetennisplatten-Ferraris) einen Spiegel eingebaut. Sieht super aus, nur wenn man jetzt die Treppe runterkommt, sieht man im Spiegel mein Chaos im Arbeitsschrank im Keller - auch nicht besser. Also müssen da auch noch Türen dran. Ikea - ich komme....hätten wir uns ja auch vorher denken können, wenn wir mal drüber nachgedacht hätten...

*****
Auch pünktlich kommt der Möbelspediteur. Es hätte mein Glückstag sein können.
Und er schleppt einen Tisch mit vier Beinen an. Ich sage: Was ist mit den Füßen?? Und er: Ja mehr als vier hat er nicht. Und ich: Es sollte aber nur EINES sein!! (Jaja, so ein schwebendes Teil, sündhaft teuer, aber ein Traum - das Teil, was er mir gebracht hat, nunja, reden wir nicht weiter drüber)
Er wollte mir den Tisch noch aufschwätzen, nach dem Motto, ich habe mich vertan, der Tisch sieht gleich drinnen viel besser aus, aber ich habe die Herren nicht ins Haus gelassen. So.

Später stellte sich heraus, dass alle Bestellungen korrekt waren, aber das Werk falsch geliefert hat. Grumpf.....in sechs Wochen auf ein Neues.


******

Lieschen in aufgeräumter Laune aus der Schule geholt. Er hat dort Lesen geübt. Wurde auch mal Zeit. Ich übe mich in Geduld....ohhmmmmm....


******
Mäxchen fordert ein Fieberthermometer. Na super, der nächste krank.

******
Meine Schwester besucht mich für eine Stunde. Sie war bei Oma (für die Kinder Oma Ur) im Pflegeheim und erzählt, wie es war. Meine Oma, immer so fit, so einfach mit viel Contance, bekommt jetzt, mit 94 Jahren doch eine Altersdemenz. Das ist ganz schön schwer. Und sie geht uns damit manchmal gewaltig auf die Nerven. Denn sie erzählt immer das Gleiche.
"
Also, MeinJulika (jaaaa, so spricht sie mich an), Du bist ja überhaupt nicht zu erreichen. Ich habe heute schon zwanzig Mal angerufen.  Und immer muss ich mit dem Anrufbeantworter sprechen.
Und weißt Du, ich MUSS mich hier einfach dran gewöhnen. Und ich will auch nicht mehr so lange leben. Und so weiter und so fort."

******
Der Göttergatte ruft aus San Francisco an, ist aber abgelenkt von zu viel Arbeit.

*****
Ich schreibe Mails an die Klassenlehrerinnen.

*****
Eine Freundin sendet auf Facebok Nachrichten über ihren Mann, der baldan der gleichen Erkrankung sterben wird wie Maria.
Es fällt mir unglaublich schwer, genügend Empathie zu zeigen. Ich habe das alles gerade mitgemacht und bin ein bisschen emotional erschöpft.

******
Noch "schnell" dreimal die Teile für eine Stricknadelrolle zugeschnitten. Smartes Schnittmuster, gut umzusetzen - Bilder folgen nächste Woche.
Jetzt Lieschen ins Bett bringen, Fernseher, Füße hochlegen und beten, dass ich diesen komischen Virus nicht auch bekomme.

1 Kommentar:

  1. Hallo Julika,
    na, da drück ich aber auch die Daumen, dass Dich der Virus verschont!
    Wieder sechs Wochen warten wäre ja doof, vielleicht geht es ja jetzt schneller...
    liebe Grüße von Petra

    AntwortenLöschen

Danke für Deinen Kommentar - ich freue mich über jeden Einzelnen!!